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WAZ: Dortmunder Wahldrama - Der letzte Akt? Kommentar von Frank Preuß

    Essen (ots) - Das Dortmunder Trauerspiel zieht sich hin, und man kann nur hoffen, dass es sich dem letzten Akt nähert. Man wünscht Ullrich Sierau die Kraft, den Weg möglichst heute für Neuwahlen freizumachen. So bitter das für ihn persönlich ist: Es ist auch für ihn die letzte Chance, mit ein paar blauen Flecken davonzukommen. Alles andere wäre seiner und des Amtes unwürdig. Wer ankündigt, über seine Ernennung zum Oberbürgermeister noch einmal nachzudenken, hat den ersten Schritt ja schon gemacht. Aber ob er den zweiten schafft, hängt auch von jenen Einflüsterern ab, die heute beteuern, sie würden Sierau in seiner Entscheidung nicht beeinflussen. Mit den Grünen sind die Verbündeten auf Distanz gegangen, und selbst die schmerzfreien Sozialdemokraten in der Stadt können nicht ignorieren, dass ihnen die Legitimation für den Wahlsieg flöten gegangen ist. Wer sich einen Rest an Glaubwürdigkeit erhalten will, muss sich dem Wähler neu stellen. Das gilt nicht nur für den obersten Rathausposten, sondern auch für den Stadtrat. Viel verlangt, wenn man weiß, was daran hängt. Aber unumgänglich.

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