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WAZ: Willkommen in Sachsen - Kommentar von Christopher Onkelbach

    Essen (ots) - Erst wollten die Sachsen unsere Senioren mit renovierten Wohnungen zum Schnäppchenpreis in den Osten locken. Und nun auch noch die zukünftige geistige Elite, die Studenten? Was zunächst wie eine unlautere innerdeutsche Abwerbeaktion klingt, muss den Westen nicht Bange machen. Denn in Wahrheit nutzt die Aktion auch den Bundesländern im Westen.

      Die Zahl der Studienberechtigten steigt, immer mehr junge Leute
drängen in den nächsten Jahren an die Hochschulen. Verschärft wird
die Lage durch doppelte Abiturientenjahrgänge. Das bedeutet für die
Bildung und die Zukunft Deutschlands eine große Chance, ist für die
Hochschulen aber eine immense Belastung. Bis 2015 werden mindestens
275 000 neue Studienplätze benötigt. Wichtig ist es daher, dass auch
die neuen Bundesländer einen Teil der Last schultern.

      Auch wenn der Osten unter jungen Menschen bei der Wahl ihres
bevorzugten Studienortes offenbar nicht erste Wahl ist, können die
Hochschulen mit guter Ausstattung und Betreuung punkten. Gleichwohl
muss keine Universität an Rhein und Ruhr fürchten, dass ihre Hörsäle
bald leer bleiben. Im Gegenteil: Entlastung tut not.

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