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WAZ: Wer Arcandor retten kann - Kommentar von Ulf Meinke

    Essen (ots) - Wer kann Arcandor retten? Sind es die Banken, die neue Kredite bewilligen müssen, um das Überleben des Mutterkonzerns von Karstadt, Quelle und Thomas Cook zu sichern? Welchen Beitrag sollten die Eigentümer leisten - allen voran die Millionärin Madeleine Schickedanz und die Privatbank Sal. Oppenheim? Oder ist es letzlich der Staat, der eine rettende Bürgschaft beisteuern muss? Damit Arcandor eine Zukunft hat, sind viele Akteure gefordert. Ohne die Banken wird es nicht gehen; die Aktionäre werden frisches Kapital in Arcandor stecken müssen; den Beschäftigten drohen Einschnitte - und letztlich wird wohl auch der Staat helfen müssen. Wohlgemerkt: Bei Arcandor geht es anders als beim Autobauer Opel um Bürgschaften und Kredite, nicht um eine direkte Staatsbeteiligung. Doch zunächst einmal muss Konzernchef Karl-Gerhard Eick unter Beweis stellen, dass sein Sanierungskonzept für die kommenden Jahre schlüssig ist. Denn klar ist auch: Der Staat kann Arcandor nur helfen, wenn die Eigentümer selbst an das Unternehmen glauben. Eine Bürgschaft allein rettet Arcandor nicht.

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