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WAZ: Aluminiumproduzent Trimet droht mit Werksschließungen

    Essen (ots) - Deutschlands größter Aluminiumproduzent, die Essener Trimet AG, droht mit der Schließung von Werken. "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, sollte die Politik bei ihren bisherigen Planungen bleiben", sagte der Trimet-Alleineigentümer und Aufsichtsratschef Heinz-Peter Schlüter der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Freitagausgabe). "Wenn wir keine Lösung finden, werden wir unsere Werke schließen müssen", fügte Schlüter hinzu.

    Der Aluminium-Produzent beschäftigt bundesweit rund 1700 Mitarbeiter, 650 davon in der Essener Alu-Hütte. Zu den wichtigsten Kunden von Trimet gehört die Automobilindustrie. Das Unternehmen verbraucht nach eigenen Angaben ein Prozent der gesamten Strommenge in Deutschland. Daher sei das Unternehmen besonders vom Anstieg der Strompreise infolge des CO2-Zertifikatehandels betroffen, sagte Schlüter. Der Trimet-Eigentümer forderte von der Politik deutliche Entlastungen in diesem Bereich. "Die Entscheidung, ob die Aluminiumindustrie in Deutschland eine Chance hat, liegt bei der Politik", sagte Schlüter.

    Wegen der Wirtschaftskrise fährt Trimet derzeit Kurzarbeit. Etwa jeder zweite der 360 Öfen im Essener Werk stehe still. Ähnlich sei die Lage im Hamburger Werk mit insgesamt 270 Öfen, berichtete Schlüter. Zu Trimet gehören auch zwei Druckgießereien in Sömmerda (Thüringen) und Harzgerode (Sachsen-Anhalt) sowie ein Alu-Recyclingwerk in Gelsenkirchen (NRW). Unter anderem werden Motorblöcke und Getriebegehäuse hergestellt. Das Hamburger Aluminiumwerk wurde erst 2007 wieder in Betrieb genommen, nachdem es bereits stillgelegt worden war.

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