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WAZ: Kerngeschäft für Siemens - Kommentar von Christopher Shepherd

    Essen (ots) - Ob es einem nun gefällt oder nicht: Vor allem wegen des Emmissionshandels steht der Markt für Kernkraftwerke vor einer Renaissance. Internationalen Schätzungen zufolge werden bis 2020 rund 400 neue Kernkraftwerke weltweit gebaut. Marktvolumen: eine Billion Euro. Das ist natürlich für Siemens sehr interessant. Doch: In Deutschland soll die Atomkraft bald der Vergangenheit angehören. Und in Frankreich kommt der Technologiekonzern nicht zum Zuge, da er seine Beteiligung am Kernkraftkonzern Areva NP nicht ausbauen und daher nicht mitbestimmen darf. Da ist es für Siemens nur logisch, den Blick auf ein anderes Land, nämlich Russland, zu richten, wo die Politik stark auf die Kernkraft setzt. Zudem wird Siemens an der Führung eines gemeinschaftlichen Nuklearunternehmens beteiligt und kann seine Technologien für den Kraftwerksbau weiterentwickeln. Das muss wahrlich nicht schlecht sein: Denn mit seiner hochmodernen Technik könnte Siemens dazu beitragen, dass auch russische Reaktoren sicherer werden.

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