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WAZ: Uni Witten/Herdecke gerettet - Bessere Zukunft. Kommentar von Christopher Onkelbach

    Essen (ots) - Das Bangen ist vorbei. Zu hoffen bleibt, dass die Universität mit dem Einstieg neuer Geldgeber ihren Geist bewahren kann. Denn die erste private Universität Deutschlands zeigt, wie eine Hochschule sein kann: freier, geistreicher, individueller als die großen öffentlich-rechtlichen Hochschulen, belebt und inspiriert von wissbegierigen, engagierten Studenten und Dozenten, die sich um ihre "Schüler" kümmern. Das Studium Fundamentale wurde zum Vorbild für viele andere Unis. Studiengebühren werden in Witten nach dem "umgekehrten Generationenvertrag" bezahlt - ein System, das sich die Politiker zum Vorbild hätten nehmen sollen, als sie selbst Gebühren einführten. Und das Medizinstudium ist so nah am Patienten wie sonst nirgendwo. Die Landesregierung hatte mit der Kürzung der Zuwendungen im Dezember die Krise ausgelöst. Nicht aus politischen Gründen, um etwa die eigensinnige Hochschule auf Kurs zu bringen, wie in Düsseldorf betont wird, sondern rechtlicher Zwänge wegen. Vielleicht war es ein heilsamer Schock. Denn die Uni Witten/Herdecke hat eine bessere Zukunft verdient.

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