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WAZ: Hickhack um Fußball-Museum - Rote Karte fürs Revier. Kommentar von Hans-Josef Justen

    Essen (ots) - Der Konkurrenzkampf um ein deutsches Fußball-Museum schien auf ein finales Duell zwischen Dortmund und Gelsenkirchen hinauszulaufen. Doch kurz vor dem Zielstrich hat sich mit Köln ein Dritter herangepirscht, dessen Chancen wohl erheblich besser bewertet werden müssen, weil er offenbar mit dem entscheidenden Schub durch den DFB rechnen darf. Obwohl über die Ursachen für dieses plötzlich wiederbelebte Hickhack nur spekuliert werden kann, muss sich das Ruhrgebiet darauf einrichten, erneut die Rote Karte zu sehen. Denn auch Millionen von Fans, die den Fußball als ihre Loveparade ins Herz geschlossen haben, droht der eiskalte Liebesentzug. Dass Köln gegenüber dem DFB womöglich mit mehr Besuchern und den entsprechend höheren Einnahmen argumentiert, wäre eine schwache Begründung, weil das Geld nun wirklich nicht immer und nicht überall die entscheidende Rolle spielen darf. Denn gerade der Fußball wird von Gefühlen dominiert, von Befindlichkeiten, die im Herzen wurzeln. Und dieses Herz schlägt bundesweit nirgendwo so heftig wie in den Traditionsklubs des Ruhrgebiets.

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