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WAZ: RTL feiert sein 25-Jähriges - Ein Lustgewinn - Leitartikel von Susanne Schild

    Essen (ots) - Die Gründung von RTL war ein Segen für die deutsche Fernsehkultur. Wie bitte, fragen Sie empört, und denken an "Tutti Frutti", Hans Meisers Talkshow und das Dschungelcamp. Mit dem Privatfernsehen wurde das Programm doch richtig schlecht! Falsch. Mit RTL zog die TV-Demokratie ins deutsche Wohnzimmer ein. Nun entschied der Zuschauer, was er gucken wollte und nicht länger die Programmmacher. Aus dem Gebührenzahler wurde ein Kunde. Die Konkurrenz zwang die Öffentlich-Rechtlichen, ihr Profil zu schärfen, schneller und innovativer zu werden. Eine Tagesschau oder ein Tatort sind deshalb so gut, weil man die Alternativen kennt. Während die öffentlich-rechtlichen Sender sich, den Gebühren sei Dank, auf ihren Kulturauftrag berufen, senden die Privaten schlichtweg das, was den vermuteten Wünschen der Zuschauer entspricht, den größtmöglichen Werbeumsatz verspricht und immer häufiger Tabus bricht. 25 Jahre RTL waren so stets von ethischen Debatten begleitet. Und man muss zugeben: Schlauer hat das Privatfernsehen uns nicht gemacht. Aber lockerer.

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