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WAZ: Konsequent entgegentreten - Kommentar von Wilhelm Klümper

    Essen (ots) - Der Rechtsradikalismus zeigt zunehmend seine brutale Fratze. Dabei treffen die braunen Prügelattacken vermehrt auch Polizisten. Das Attentat auf den Passauer Polizeichef Mannichl ist daher wohl lediglich die vorläufige Spitze einer Radikalisierung innerhalb der Rechtsaußen-Szene.

      An fehlender Aufklärung über den Nationalsozialismus kann es
nicht liegen, dass der braune Sumpf sich einfach nicht trockenlegen
lässt. Denn in Schulen und an Unis gibt es eine gründliche
Aufarbeitung der Nazi-Gräueltaten. Politik, Gewerkschaften, Kirchen,
Wohlfahrtsverbände und Sportvereine haben ungezählte Kampagnen gegen
Ausländerfeindlichkeit aufgelegt. Oft ist da auch von Zivilcourage
die Rede, um dem braunen Mob die Stirn zu zeigen. Wenn Neonazis nun
sogar gegen Polizisten Fäuste und Baseballschläger schwingen, muss
sich selbst ein couragierter Bürger die Frage stellen, ob er sich im
Regio-Express schützend vor eine von Glatzen attackierte Afrikanerin
stellt.

      Damit ist ein Ziel der Neonazis leider schon erreicht: Wir alle
sind eingeschüchtert. Damit dürfen wir uns aber nicht abfinden,
sondern wir müssen sie konsequent in ihre Schranken weisen.

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