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WAZ: Große Lösung muss jetzt her - Kommentar von Thomas Wels

    Essen (ots) - Jetzt geht's für die WestLB ans Eingemachte, und die Eigentümer Land und NRW-Sparkassen haben nach der Fristverlängerung der Europäischen Kommission nur noch drei Monate Zeit, eine Lösung zu finden. Aber eines scheint nach den immer neu auftretenden Milliardenrisiken bei allen Landesbanken klar: Jetzt muss Schluss sein mit dem landespolitischen Klein-Klein, ebenso müssen sich die Sparkassen aus den Schützengräben bewegen, um eine große bundesweite Lösung zu ermöglichen. Alle Landesbanken kranken an dem fehlenden Geschäftsmodell, zunehmend fliegen ihnen die vermeintlichen Renditebringer, die sie in Ermangelung einer breiten Kundenbasis eingekauft haben, um die Ohren. Wie bei der WestLB, noch wesentlich dramatischer aber bei der Baden-Württembergischen Landesbank. Es gibt nur einen vernünftigen Weg aus dem Dilemma: Die infizierten Papiere müssen aus den Bilanzen, das Risiko muss der Bund schultern und im Gegenzug auf die komplette Neuordnung der Landesbanken bestehen: Eine ist genug für Deutschlands Sparkassen.

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