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WAZ: Zollitsch kritisiert "Gier" von Bankern und Anlegern

    Essen (ots) - Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat das teilweise bedingungslose Streben vieler Banker und Anleger nach immer höheren Renditen kritisiert. "Diese offensichtliche Gier nach immer mehr Geld ist zu einer allgemeinen Erscheinung geworden. Das waren nicht nur Banker, auch Anleger bis hin zu Stadtkämmerern; alle haben nur noch gedacht: Ich muss möglichst viel davon mitnehmen", sagte der Erzbischof von Freiburg im Gespräch mit der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ). Zollitsch betonte, dass es sich bei der Finanzkrise zugleich um eine "moralische Krise" handele. Im Zuge der Finanzkrise sei viel Vertrauen verloren gegangen. "Und wenn kein Vertrauen da ist, dann ist das Ausdruck auch einer moralischen Krise." Das Verlangen nach immer höheren Gewinnen habe für die Gesellschaft weit reichende Folgen. Sie führe zu Rücksichtslosigkeit, Egoismus und zu einem Mangel an Solidarität. "Wer nur auf das Geld sieht, der vergisst die Gerechtigkeit. Der vergisst auch, dass Kapital sozialpflichtig ist", mahnte Erzbischof Zollitsch.

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