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WAZ: Ypsilantis Spitzenkandidat - Bald schamlos Rot-Rot - Leitartikel von Wilhelm Klümper

Essen (ots) - Andrea Ypsilanti wirft endlich das Handtuch. Die hessische SPD bleibt aber auf Linkskurs: Der neue Spitzenkandidat Schäfer-Gümbel gilt als politischer Vertrauter von Ypsilanti, und die Frontfrau selbst bleibt der Politik wohl erhalten. Denn die Machtversessene macht nach all der selbst provozierten Schmach als Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD in Hessen weiter. Und was sagen die Granden der SPD zu dem abgeschmackten Schauspiel ihrer hessischen Genossen? Parteichef Münte rät zunächst einmal zur Reue. So müsse die hessische SPD den Fehler eingestehen, das Versprechen, nie und nimmer mit der Linkspartei zusammenzuarbeiten, gebrochen zu haben. So moralisch geläutert, darf es dann mit Müntes Segen aber zukünftig in Hessen durchaus Rot-Rot sein. Und SPD-Fraktionschef Struck meint, dass man auf Landesebene bei Fünf-Parteien-Parlamenten gar nichts mehr ausschließen dürfe. Im Bundestag gibt es mit der CSU sogar sechs Parteien. Es bleibt wohl nur eine Schamfrist, bis die SPD jedwede Hemmung der Zusammenarbeit mit der Linkspartei ablegt. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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