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WAZ: NRW-DGB-Chef Schneider fordert kräftige Lohnerhöhungen

    Essen (ots) - Der nordrhein-westfälische DGB-Vorsitzende Guntram Schneider fordert kräftige Lohnerhöhungen zur Stabilisierung der Wirtschaft. "Die Finanzkrise als Anlass zu nehmen, bei Tarifforderungen zur Zurückhaltung zu mahnen, hielte ich für völlig verkehrt", sagte Schneider in einem Interview mit der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Montagsausgabe). Weil Einbrüche im Exportgeschäft drohten, "brauchen wir jetzt eine Stärkung der Binnenmärkte, um halbwegs über die Runden zu kommen. Das heißt auch: Mehr Geld im Portmonee der Arbeitnehmer. Die müssen ja die Autos kaufen, die deutsche Unternehmen im Ausland nicht mehr absetzen können", begründete Schneider seine Forderung. Geld sei in den Firmen genug vorhanden. "Die meisten Unternehmen haben gespart, ihre Arbeitsabläufe in Ordnung gebracht und ihre Eigenkapitalquote erheblich gesteigert." Zugleich verlangt der Gewerkschaftsboss von der Landesregierung ein Sonder-Investitionsprogramm für Nordrhein-Westfalen mit einem Volumen von zehn Milliarden Euro für die kommenden zwei Jahre. Es reiche nicht aus, wenn jetzt nur der Bund ein Paket für mehr Beschäftigung schnüre.

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