Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: Allerheiligen und Reformation - Vom Erinnern - Leitartikel von Angelika Wölk

Essen (ots) - Der Kürbiskult "Halloween" am 31. Oktober droht inzwischen schon, die kirchlichen Feiertage - den Reformationstag, Allerheiligen und Allerseelen - zu verdrängen. Es ist wohl bezeichnend für unser gesellschaftliches Befinden, dass die Spaßkultur mehr Aufmerksamkeit erregt als das Erinnern. Doch genau darum geht es an Allerheiligen. Katholiken ehren heute die Heiligen, aber auch alle Christen, die still und eher unspektakulär ihren Glauben, ihre Überzeugung, gelebt haben. Die Katholiken besuchen heute, oder auch am morgigen Allerseelen, das allen Verstorbenen geweiht ist, die Gräber. Sie drücken damit aus, dass ihre Angehörigen und Freunde zwar gestorben, aber nicht vergessen sind. Der Reformator Martin Luther veröffentlichte am Vortag von Allerheiligen, am 31. Oktober 1517, die legendären Thesen gegen den Ablasshandel und andere Missstände in der damals noch nicht getrennten Kirche. Er soll sie, heißt es, an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen haben. Er konnte sich damals ja noch sicher sein: An Allerheiligen gehen die Christen zur Kirche und lesen die Thesen dort. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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