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WAZ: Poß gegen Expertengremium zur Finanzmarktkrise

    Essen (ots) - Der Streit um die geplante Expertengruppe zur Finanzmarktkrise geht in eine neue Runde. SPD-Fraktionsvize Joachim Poß sprach sich gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Donnerstagausgabe) grundsätzlich gegen ein solches Gremium mit externen Berater aus. "Wir brauchen kein Expertengremium", sagte Poß. Es gebe längst schlüssige Konzepte zur Regulierung der Finanzmärkte. "Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem."

    Poß übte zugleich Kritik am Krisenmanagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Er erneuerte seine Kritik am mittlerweile verworfenen Plan der Regierungschefin, den ehemaligen Bundesbank-Präsidenten Hans Tietmeyer als Berater zu gewinnen. "Da hat Frau Merkel der Instinkt verlassen. Selten hat sie so kräftig ein Eigentor geschossen", sagte Poß. Er fühle sich an Merkels Berufung des parteilosen Steuerexperten Paul Kirchhof in das Wahlkampfteam 2005 erinnert. "Man kann Frau Merkel nur raten: Vorsicht bei Professoren!", sagte der SPD-Politiker.

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