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WAZ: Politik in der Verantwortung. Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - NRW darf trotz allen Strukturwandels immer noch als Industrieland gelten. Schwerpunkte sind Chemie-Unternehmen, die eine prima Infrastruktur vorfinden, und Energiekonzerne wie RWE und Eon, die eine erkleckliche Zahl von Kraftwerken hier betreiben und noch betreiben wollen. Wenn wir sie nicht vertreiben. Die RWE-Pilotanlage zur Abtrennung des Klimakillers Kohlendioxid ist eine tolle Sache. Gelingt es, ein ausgereiftes, sicheres und kostengünstiges Verfahren zur CO2-Lagerung zu entwickeln, käme die Menschheit sehr viel weiter: Wenn China seinen enorm wachsenden Energiehunger stillen will, muss es alle zwei Wochen einen neuen Kohleblock ans Netz nehmen. Die sichere CO2-Abtrennung wäre ein Segen für das Klima - und ein Rettungsanker für die Braunkohlereserven von RWE in NRW. Das Vorhaben könnte über die langfristige Zukunft des Energiestandorts an Rhein und Ruhr entscheiden. Scheitert es an Bürgerprotesten gegen die Pipeline, wandert die Technologie an die Küste ab. Die Politik und das Unternehmen selbst haben eine große, über Legislaturen weit hinausreichende Verantwortung. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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