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WAZ: Wirtschaft und die Politik - Kompetenz, aber wo? - Leitartikel von Thomas Wels

    Essen (ots) - Die Volksparteien oder das, was angesichts schrumpfender Mitgliederzahlen von ihnen übrig ist, tun sich schwer mit ihrem wirtschaftspolitischen Sachverstand. Oder der Sachverstand tut sich schwer mit den Volksparteien. Nach Friedrich Merz, den Angela Merkel in der CDU vertrieben hat, verliert die SPD mit Reiner Wend einen profilierten Wirtschaftspolitiker. Das ist für alle eine schlechte Nachricht. Gerade in Zeiten, da Populisten gerne die Folgen der Globalisierung mit Schließung der Grenzen glauben beantworten zu können, wo manche meinen, gegen steigende Strompreise sei die Verstaatlichung der Energieversorger das Mittel der Wahl - in solchen Zeiten ist es dringender denn je notwendig, dass Politiker Ökonomie nicht nur verstehen, sondern auch erklären können. Neuerdings haben mehr Menschen von der Sozialen Marktwirtschaft keine gute Meinung als eine gute, obwohl genau dieses System Deutschland zu einem Wohlfahrtsstaat gemacht hat, in dem fast jeder dritte erwirtschaftete Euro in soziale Transferleistungen fließt. Mehr Marktwirtschaftler braucht das Land.

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