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WAZ: Die Politik und der Strompreis - Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Die hohen und immer höheren Energiepreise in Deutschland führen zu hitzigen und immer hitzigeren Debatten: Pullover in der Kälte statt Sozialtarif für Bedürftige. Provokant geht's zu, aber warum nicht, schließlich ist Sparen eine gewollte Folge hoher Preise? Apropos gewollt. Derweil die Politik in Deutschland mit Macht um die Lufthoheit über deutschen Stammtischen kämpft, verschwinden mal soeben einige Hundert Arbeitsplätze in den energieintensiven Papierfabriken des Landes. Zynisch gesprochen: Auch eine Art Sparmodell - abschließen und dichtmachen. Bei all dem Getöse um die hohen Energiepreise ist es der Politik mal wieder vortrefflich gelungen, von der eigenen Tat abzulenken: 40 Prozent der Energiekosten sind Steuern. Also gewollt und sehr bewusst erhoben. Nur dumm, wenn andere Länder wie Polen einen geringeren Anteil erheben. Dann wird Energie in der Zement-, Papier- oder Alu-Herstellung schnell zum alles entscheidenden Faktor. Auch darüber sollte man reden, wenn die Sache mit dem Pulli ausgestanden ist. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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