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WAZ: Neue Liebe zum Atom. Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Die Atomkraft erlebt weltweit eine Renaissance und zwar offensichtlich nicht nur in den Köpfen der Regierungen, die allerorten auf Atomenergie setzen, sondern auch in denen der Bevölkerung. Der Schrecken von einer unkalkulierbaren Monstertechnologie ist offensichtlich dem Schrecken aus schmelzenden Gletschern und explodierenden Energiepreisen gewichen. Ein Wunder ist das nicht. Schließlich ist der Normalmensch, der weder einer Parteiräson noch dem Zwang zur Erfindung einer Wahlkampfstrategie unterliegt, offener für die Logik des Energiemarktes. Wer Kohlendioxid in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent reduzieren und zugleich die CO2-freien Atomkraftwerke abschalten will, der muss die Frage beantworten, woher denn der Strom kommen soll. Diese Antwort bleiben SPD und Grüne schuldig. Jedenfalls in der angemessenen Plausibilität. Und dass die Preise für Strom nicht sinken, wenn die Energiekonzerne in Ermangelung der Kraftwerke weniger davon produzieren, weiß der Normalmensch schon lange. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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