Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: NRW fordert vom Bund mehr Investitionen in Straße und Schiene
Verkehrsminister Wittke mahnt "Realitätssinn" an

    Essen (ots) - NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) hat von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) mehr Realitätssinn verlangt. "In Berlin muss in die Verkehrspolitik ein neuer Pragmatismus Einzug halten, der nicht von Naivität und nicht von Ideologie geprägt ist", sagte Wittke der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Dienstag-Ausgabe). Deutlich mehr Investitionen in den Ausbau von Straßen und Schienen seien zwingend notwendig. "Ob uns das schmeckt oder nicht", so Wittke, "die Güterverkehre werden in den nächsten Jahren rasant weiter ansteigen". Eine Studie sagt die Zunahme von 60 Prozent bis 2015 voraus. Fälschlicherweise setze Tiefensee aber weiterhin auf eine Reduzierung des Verkehrs. "Wenn er die Bahn als Alternative sieht, muss er auch dafür sorgen, dass in Schienen investiert wird", mahnte der NRW-Verkehrsminister. Die jüngsten Vorschläge des Bundesverkehrsministers gegen Staus auf Autobahnen wie mehr Lkw-Überholverbote, Freigabe von Standspuren und eine höhere Lkw-Maut zu Stoßzeiten habe er erfreut, aber auch mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, sagte Wittke. "Wir Länderverkehrsminister haben das bereits seit Jahren thematisiert. Hätte der Bund früher reagiert, könnten wir längst weiter sein." Ferner fordert Wittke vom Bund die Vorgabe einer höheren Mindest-PS-Zahl für Lkw, damit "kein altes Möhrchen mehr mit Tempo 30 einen Berg hoch schleicht" und zum Verkehrshindernis wird.

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