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WAZ: Köhler fordert bessere Aufstiegschancen für Kinder aus armen Familien

    Essen (ots) - Bundespräsident Horst Köhler hat stärkere Anstrengungen gefordert, um Kindern unabhängig vom Geldbeutel der Eltern Aufstiegschancen zu geben. Gerade in den deutschen Ballungsgebieten lasse sich beobachten, "wie unterschiedlich Kinder aufwachsen und wie sehr ihre Zukunft durch ihre Herkunft bestimmt wird", schrieb Köhler anlässlich des Kinder- und Jugendhilfetags in Essen in einem Gastbeitrag für die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Mittwochausgabe). Jeder junge Mensch müsse "von Beginn an faire Chancen auf ein gutes, selbstbestimmtes Leben" erhalten, erklärte Köhler.

    Der Bundespräsident nannte es "unerlässlich", dass der Ausbau der Kinderbetreuungsangebote "beherzt vorangetrieben" werde. "Gute Krippen und Kindertagesstätten ermöglichen es Eltern, zu arbeiten und selbstständig für ihre Kinder zu sorgen", schrieb Köhler in der WAZ.

    Das Staatsoberhaupt forderte außerdem Schulen, die "besser als bisher auf Unterschiede eingehen und Kinder tatsächlich individuell fördern und fordern". "Wer das Ernst nimmt, der muss auch endlich die Voraussetzungen dafür schaffen - nicht nur, aber besonders in den Schulen, deren Schülerschaft besonderen Förderbedarf hat", so Köhler. Er fügte hinzu: "Umsonst ist das nicht zu haben, aber klar ist auch: Wer an den Kindern spart, spart an ihrer und an unser aller Zukunft."

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