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WAZ: Wo der Boom doch ankommt - Kommentar von Stefan Schulte

    Essen (ots) - Der Aufschwung wird den Makel, nicht bei den Menschen angekommen zu sein, nicht mehr los. Zu eindeutig sind die Statistiken, die beim Vergleich zwischen Preis- und Lohn-Steigerungen auf ein Minus im Portmonee der Leute kommen. Das ist so und es ist schlimm genug. Doch bei all der Ernüchterung darf eines nicht übersehen werden: Reallohnverluste kann nur haben, wer auch einen Arbeitsplatz hat. An den vielen Menschen, die während der vergangenen beiden Jahre erst eine Stelle gefunden haben, ist der Aufschwung nicht einfach so vorbeigegangen. Doch auch die Freude über den Beschäftigungsrekord ist keineswegs ungetrübt. Ein Großteil der vielen neuen Jobs entstand im Niedriglohnbereich, als Teilzeit- oder gar Minijob. Viele kommen trotz ihres neuen Jobs immer noch nicht ohne Stütze aus. Es sind aber auch hunderttausende anständig bezahlte Vollzeitstellen entstanden, im Maschinenbau, in der Autoindustrie und nach vielen schlimmen Jahren sogar auf dem Bau. Das sollte weder überbewertet noch verschwiegen werden.

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