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WAZ: Schlimmer Fehlstart. Kommentar von Wolfgang Mulke

    Essen (ots) - Der neue Arbeitsdirektor der Bahn ist noch nicht im Amt, da muss ihn sein Chef schon zurückpfeifen. Norbert Hansen, bis vor kurzem noch Transnet-Chef, kündigt einen weiteren Stellenabbau an. So schnell hat bisher kaum jemand das Hütchen gewechselt. Trotz des umgehenden Dementis der Konzernspitze hat Hansens Aussage Folgen. Erstes Opfer ist Transnet. Wie soll die größte Eisenbahnergewerkschaft noch das Vertrauen der Mitglieder bewahren. Der Seitenwechsel an sich war schon ein dickes Ding. Sofort die Argumente des neuen Arbeitgebers in die Welt zu posaunen, ist ein weiterer Schlag, an dem Transnet lange knabbern wird. Zudem wird ein zweiter Verdacht genährt. So wasserdicht, wie es die Beteiligten gerne weismachen wollen, ist die Beschäftigungssicherung für die nächsten 15 Jahre anscheinend nicht. Inhaltlich hat der künftige Arbeitsdirektor nur die längst bekannte Praxis der Bahn bestätigt. Es werden Stellen abgebaut, ohne dass betriebsbedingt gekündigt wird. Einen schlimmeren Fehlstart hätte es nicht geben können.

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