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WAZ: Bedrohte Revier-Bäder - Kommentar von Hayke Lanwert

Essen (ots) - Wohl jeder hat seine persönlichen Erinnerungen an die Revierparks. Das Planschen mit den Kindern, das heimliche Bad in lauer Sommernacht oder der allwöchentliche Männerabend in der Sauna. In den 70er-Jahren, als die Parks errichtet wurden, waren sie noch richtig chic. Moderne Freibäder mit komfortabler Infrastruktur und großzügigen Saunen. Wohlige Wellness also für den industriell geprägten Norden des Reviers. Nun scheinen die Parks nicht mehr angesagt. Zumindest rein rechnerisch stehen Besucherzahlen und Investitionsbedarf in keinem Verhältnis. Jahrelang schon sinken die Zuschüsse des Regionalverbandes Ruhr und der Städte. Kein Wunder also, dass die Parks nicht mehr mithalten können mit Spaßbädern, mit luxuriösen Sauna-Landschaften. Und nun, nun geht's nicht mehr weiter, müssen Gutachter ran. Schließen! Das Wort kennt man im Ruhrgebiet mittlerweile. Schließt also Nienhausen, verbleibt zum Beispiel dem Essener Norden einzig ein von einem Ruderverein über Wasser gehaltenes Freibad. Und da droht die Stadt auch immer wieder den Stöpsel herauszuziehen. Der Zuschüsse wegen. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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