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WAZ: Stromausfall jetzt amtlich - Kommentar von Thomas Wels

    Essen (ots) - Nun hat Jürgen Großmann sogar von amtlicher Seite Recht bekommen. Der Panikmache hatte man den RWE-Chef jüngst geziehen, als er vor drohenden Stromausfällen im Sommer warnte. Eine solche Warnung klingt aus dem Munde eines Energiemanagers, der stellvertretend für die Branche in Sachen Glaubwürdigkeit noch Nachholbedarf hat, eben anders als aus dem Munde eines Behördenmenschen wie dem Chef der Netzagentur Kurth. Der Warnungen - auch Eon-Chef Bernotat stieß jüngst in dasselbe Horn - waren also genug. Damit hat die Politik ein Energieproblem mehr. Die Unsicherheit, ausgehend von der EU-Kommission, in der Frage, wer künftig die Stromnetze in Europa besitzen soll, blockiert wichtige Investitionen in die Netze. Zudem stieg und steigt die einzuspeisende Menge an Windenergie stark an - beides zusammen kann das fragile System der Energieversorgung und -verteilung locker aus den Schuhen pusten. Offenbar muss erst ein Stromausfall her, bevor etwas passiert.

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