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WAZ: Ein Schrecken ohne Ende. Kommentar von Wolfgang Pott

    Essen (ots) - Grey-Chef Frank Dop-heide ist einer der besten Werber, die die Branche in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat. Er kann begeistern, provozieren, aufwecken. Zudem stammt er aus dem Ruhrgebiet und kennt somit die Region genau. Mit der neuen Ruhr-Kampagne aber liegt er völlig daneben.

      Das hat Gründe: Der oberste Werber der Düsseldorfer Agentur hat
von seinen Auftraggebern, den reichen Konzernen im Initiativkreis,
keinen klaren Auftrag erhalten. Die Idee, eine Dachmarke fürs
Ruhrgebiet zu erfinden, ist unmöglich angesichts der Realitäten.
Dortmund kokettiert mit Westfalen, der Kreis Recklinghausen linst zum
Münsterland, Duisburg zum Rheinland. Hier hockt zusammen, was allzu
oft nicht zusammen hocken will.

      Das ehrenwerte Engagement der Unternehmen fürs abfallende Revier
ist nicht hoch genug zu schätzen. Deren Vertreter hätten bei der
ersten Präsentation ihr Veto einlegen müssen. Zwar rollte mancher die
Augen, am Ende aber stimmten alle zu. Das Ergebnis ist ein Schrecken
ohne Ende, statt ein Ende mit Schrecken. Anders herum wäre es besser
gewesen.

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