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WAZ: Beweise müssen her - Kommentar von Hans-Josef Justen

Essen (ots)

Das Erste, wie sich die Fernsehfraktion der ARD zu
nennen pflegt, produzierte eine Exklusiv-Nachricht, die von den 
Agenturen mit Eilvermerk auf die weltweite Reise geschickt wurde: 
Unter 30 Top-Athleten, die sich von einer Wiener Blutbank illegal mit
leistungsfördernden Transfusionen haben "versorgen" lassen, seien 
allein 20 Wintersportler gewesen. "Zum Teil sogar Mitglieder der 
Weltspitze", wie die ARD anmerkte.
Zwar ist diese Information vom Dienstag am Mittwoch nicht total 
pulverisert, jedoch in erheblichem Maße relativiert worden: Der 
Skiverband sei nicht verdächtig, sich am Doping-Missbrauch beteiligt 
zu haben. Auch Namen von Athleten könnten nicht benannt werden, weil 
die ARD-Informanten vor jener Ostblock-Mafia geschützt werden 
müssten, die sich an dieser Art von Blutauffrischung bereichere.
Weil jedoch weder Fakten noch handfeste Beweise kamen, setzt sich
die ARD dem Vorwurf aus, Gerüchte hochgekocht, leichtfertig heiße 
Luft geblasen und Pauschalverdächtigungen in die Welt gesetzt zu 
haben. Ein Selbsttor der ARD, die für sich den Anspruch erhebt, 
glaubhaft und seriös zu sein.

Pressekontakt:

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Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-2727
zentralredaktion@waz.de

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