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WAZ: Bill Clinton langt heftig daneben - Murphy und Hillary - Leitartikel von Ulrich Reitz

    Essen (ots) - Hillary Clinton lernt gerade Edward Aloysius Murphy kennen. Auf ihren Landsmann, den amerikanischen Ingenieur und Airforce-Piloten Murphy geht die Lebensweisheit zurück, dass alles, was schief gehen kann, auch schief geht. Erst verliert sie überraschend die Vorwahlen in Iowa, dann berichtet alle Welt über die demokratische Präsidentschafts-Bewerberin, sie sei praktisch chancenlos. Und dann fällt ein Dominostein nach dem nächsten. Clinton verliert in einem Café vor einer Horde von Berichterstattern für einen Moment die Nerven, hat Tränen in den Augen und wird prompt gnadenlos gefragt, ob sie für das Präsidenten-Amt stabil genug sei. Und dann auch noch Bill, ihr Mann. Es sollte vielleicht nur ein Witz sein, aber es klang eben doch wie ein Fangschuss. "Ich kann sie nicht jünger, größer, männlicher machen", meinte Bill in Plymouth. Ein übler Macho-Spruch, menschlich abgrundtief. Aber vor allem: politisch verheerend. Hillary Clinton war gestartet als eine Art perfekte Wahlkampf-Maschine. Nun kann man sie fast schon bedauern. So schnell kann es gehen. Murphy sei Dank.

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