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Top 100 Gastro-Unternehmen in 2016 mit 2,8 Prozent Umsatzplus

Frankfurt/Main (ots) - Mit knapp 13 Milliarden Euro Nettoumsatz konnten Deutschlands 100 führende Gastronomen mit ihren rund 19.000 Betrieben 2016 erneut ein Umsatzplus von 2,8 Prozent erwirtschaften - und das vor dem Hintergrund des Spitzenjahrgangs 2015 (+4,9 Prozent). Dank eines sehr guten Konsumklimas und gestiegener Durchschnittsbons verbuchte die Branche bei entspannten Beschaffungsmärkten deutliche Mehrerlöse mit Spitzenwerten im 1. Quartal 2016. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Branchenerhebung der Wirtschaftsfachzeitschrift food-service (dfv Mediengruppe).

Wie in den Vorjahren führen McDonald's, Burger King und LSG das Ranking an, gefolgt von Tank & Rast und Nordsee. Nach einigen Minus-Jahren konnten die beiden Vorderen - McDonald's mit geschätzt 1,8 Prozent und Burger King mit geschätzt 4 Prozent Plus - 2016 wieder eine Umsatzsteigerung verzeichnen. In absoluten Zahlen bedeutet das: Beide Unternehmen eroberten im vergangenen Jahr ein Marktvolumen von jeweils 55 und 35 Millionen Euro zurück. Relativ betrachtet, konnte die Kaffeebarmarke Coffee Fellows mit einem Plus von über 70 Prozent das größte Wachstum erzielen, gefolgt von L'Osteria mit einer Steigerung von rund 31 Prozent sowie von dean&david mit einem Plus von 27,8 Prozent.

Umsatzverteilung der Top 100 nach Segmenten

Mit 7,1 Prozent gelang dem Segment der bedienten Gastronomie zum dritten Mal in Folge der größte Sprung nach vorne. Dieses Wachstum resultierte hauptsächlich aus den Werten der beiden expansionsstarken Ketten L'Osteria (Pizza) sowie Peter Pane (Gourmet-Burger & Cocktails) aus der Trend-Kategorie 'Fast Casual'. Der alles überragende Quickservice-Sektor entwickelte sich mit einem Plus von 3,3 Prozent leicht überdurchschnittlich. Hier wirkte sich vor allem die Umsatzsteigerung der zwei US-Marken McDonald's und Burger King mit ihrem gemeinsamen Umsatzvolumen von 4 Milliarden Euro bei knapp 2.200 Restaurants aus. Gut drei Viertel der Erlöse der Marktspitze der Profi-Gastronomie (Top 100) wurden von den zwei großen Kategorien Quickservice- und Verkehrsgastronomie erwirtschaftet - ein typisches Bild in hoch industrialisierten Ländern mit mobiler Bevölkerung und zunehmend flexiblen Essenszeiten.

Aktuelle Trends der Gastronomie-Branche

Zwei große Übernahmen standen 2016 im Fokus: Zum einen wurde der deutsche Delivery-Marktführer Joey's Pizza an Domino's veräußert. Über 200 Standorte erhielten in Rekordzeit die Marke der globalen Nummer 1 in dieser Disziplin. Zum anderen kaufte der polnische Multi-Konzept-Player AmRest Starbucks Deutschland mit mehr als 140 Filialen. Generell wird Deutschland zurzeit von ausländischen Gastro-Investoren als äußerst attraktiver Zukunftsmarkt wahrgenommen.

Heißes Branchenthema ist derzeit außerdem das starke Wachstum im Liefergeschäft - getrieben durch digitale Plattformen wie Deliveroo und Foodora, die neben dem Bestellvorgang auch die Logistik in die Hand nehmen. Eine Dienstleistung, die das Leben urbaner Verbraucher erleichtert. Für die Gastronomie impliziert sie neue, zeitgeistige Chancen. Folgerichtig experimentiert hier das komplette Spektrum der Branche - vom Spezialitäten-Restaurant bis zum Weltmarktführer.

Zu den Trend-Sortimenten gehören aktuell Gourmet Burger und Premium-Fleisch, heiße Bakery-Snacks, vegetarische und vegane Rezepturen für jedermann sowie Sushi in allen Preisklassen. Dabei ist Qualität ein Muss - auch dann, wenn sie mehr kostet. Daneben spielt jedoch auch die Treue zu Bekanntem eine Rolle: Gelernte Sortimente in modernisierter Version haben hohe Wachstumschancen - diese Botschaft spiegelt sich im Ranking der Top 100-Gastro-Unternehmen ebenfalls wider.

Ausblick 2017

Die Erwartungen an das laufende Jahr sind trotz großer Krisen von guten bis exzellenten volkswirtschaftlichen Prognosen geprägt. Im Januar glaubten rund 78 Prozent der Top 100-Unternehmen an weiter wachsende Erlöse und rund 70 Prozent an erneut steigende Werte bei den Durchschnittsbons. Als die wichtigsten Herausforderungen gelten unumstritten die Mitarbeiterbeschaffung, Personalkosten sowie Führung und Motivation. Auch die Digitalisierung wird als große Aufgabe wahrgenommen. Die mit Abstand besten Wachstumschancen werden Home Delivery attestiert, gefolgt von Take away und Snacks to go aus Supermärkten.

Einen Auszug aus dem Ranking der Top-100-Gastro-Unternehmen finden Sie unter: http://www.dfv.de/media/media/1/Top-100-Gastro-Unternehmen-2016-4109.pdf

Ausführliche Informationen zum Ranking sind auf Anfrage in der Unternehmenskommunikation der dfv Mediengruppe erhältlich.

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