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Die deutsche Toilettenkultur: Steht ein Wandel bevor?

Die deutsche Toilettenkultur: Steht ein Wandel bevor?
Wohlfühlen und Hygiene 2008, Geberit International AG. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/Geberit Vertriebs GmbH"

Pfullendorf (ots) - "Ich fühle mich öfter nicht wirklich sauber nach dem Toilettengang": Das gibt mehr als ein Drittel der Deutschen erstaunlich offen zu. Jeder Sechste findet sogar regelmäßig Spuren/Rückstände in Slip, Tanga oder Short. Doch die Mehrheit glaubt auch zu wissen, wie dem beizukommen wäre: Durch die Reinigung mit Wasser statt wie bisher mit Papier. In Japan ist das bereits alltäglich: Dort haben sich WCs, die den Po mit Wasser reinigen, durchgesetzt. Das lässt die Frage zu: Steht uns auch hier zu Lande in Sachen Körperhygiene und Toilettenbenutzung ein Kulturwandel bevor? Eine von der Sanitärtechnik-Firma Geberit beauftragte und vom Nürnberger Umfrageinstitut GfK durchgeführte Hygiene-Studie gibt die Antwort.

Ob Waschen, Duschen oder Baden - ein gesundes Maß an Körperhygiene ist wichtig. So erziehen uns Eltern und gesellschaftliches Umfeld, und zwar nachhaltig: Nur ein Prozent der mehr als 1.000 Befragten sagte, Körperhygiene sei ihm unwichtig. Mehr als die Hälfte der Deutschen duscht mindestens ein Mal täglich, 40 Prozent baden ein Mal pro Woche oder mehr. Doch aller Körperpflege zum Trotz fühlen sich viele mehr oder weniger regelmäßig unsauber - nämlich nach dem Besuch der Toilette. Jeder Sechste sagt sogar, er habe öfter die umgangssprachlich auch "Bremsspuren" genannten Rückstände des Toilettenganges in der Unterhose, da die Reinigung nur mit Papier nicht ausreicht.

Abhilfe schaffen Viele mit feuchtem Toilettenpapier. Von dem man jedoch nicht weiß, ob seine Duft- und Konservierungsstoffe Allergien und Ekzeme im Analbereich auslösen können: Die Haut in der Pofalte ist nahezu luftdicht abgeschlossen, und es bilden sich dort leicht wunde Stellen - suboptimal also.

Zwei Drittel der Befragten denken, dass sie bei einer Reinigung mit Wasser sauberer wären. Von diesen zwei Dritteln präferieren dafür 11 Prozent klassisches Duschen und 25 Prozent ein Bidet. Immerhin 48 Prozent würden sich jedoch am saubersten fühlen, wenn der Po durch ein Dusch-WC, eine Toilette mit Warmwasserreinigung, gereinigt würde. Was genau ein WC, das den Po mit Wasser reinigt ist, weiß zwar jeder vierte Deutsche, aber nur jeder Zehnte hat eine solche Toilette schon einmal benutzt.

Dabei gehören diese Toiletten mit Warmwasserreinigung in anderen Ländern bereits zum Alltag. In Japan beispielsweise, wo Geberit wie auch in Italien, der Schweiz, Spanien und Österreich* die Umfrage parallel hat durchführen lassen, wissen mehr als 90 Prozent der Befragten, was diese Toiletten sind. 62 Prozent derjenigen, die sie kennen, haben auch eines zu Hause, denn sie fühlen sich damit nach dem Toilettengang angenehmer und sauberer. "Die Reinigung mit Wasser ist auf japanischen Toiletten zum Standard geworden. Seit die ersten WCs, die mit Wasser reinigen, in den 1980er Jahren auftauchten, haben sie sich fast explosionsartig ausgebreitet", hat Dr. Elizabeth Borner-Mouer, Expertin für japanische Kultur und Gesellschaft an der Universität Zürich, festgestellt. Diese Toiletten haben Wohlfühlcharakter: Nicht umsonst sind Entspannen (sagen 44 Prozent) und das Genießen der Ruhe (sagen 28 Prozent) der Japaner liebste Nebenbeschäftigung auf dem Klo. Auch in der Schweiz sind WCs, die den Po mit Wasser reinigen, bekannt: Immerhin drei Viertel der Befragten wussten, was ein solches WC kann.

Die Deutschen, die ein solches WC noch nicht benutzt haben (75 Prozent), sind dafür jedoch grundsätzlich aufgeschlossen: Von ihnen würden zwei Drittel gern einmal eine solche Toilette testen. Ob schon einmal benutzt oder nicht - 50 Prozent aller Befragten können sich vorstellen, eine Toilette mit Warmwasserreinigung zu kaufen.

Vom Interesse an diesen WCs abgesehen - insgesamt ist eine große Bereitschaft festzustellen, die bestehenden Gewohnheiten - die Reinigung mit Papier und/oder Feuchttüchern - abzulegen. Das wiederum wundert, denn der Mensch ist ein "Gewohnheitstier" und nicht so schnell bereit, etwas an seinen Gewohnheiten zu ändern.

Themen rund um den Klogang sind jedoch für viele noch ein Tabuthema, deshalb gehen Experten davon aus, dass die Zahl derjenigen, die sich nach dem Gang zur Toilette unwohl weil unsauber fühlen, eigentlich viel höher ist. Trotzdem: "Zu den erfreulichen Ergebnissen der Studie gehört, wie stark Toiletten von einem 'man spricht nicht darüber'-Thema zu einem Teil einer Hygiene- und Gesundheitskultur geworden sind. Entsprechend groß ist der Wunsch nach Komfort, Entspannung und Ruhe", sagt der internationale Wasser- und Umweltexperte Frank Kürschner-Pelkmann. "Wenn man sich daran erinnert, dass die Verbesserung der Hygiene- und Sanitär-Situation in Europa seit dem 19. Jahrhundert ganz entscheidend zu einem starken Rückgang vieler Krankheiten und zur Erhöhung der Lebenserwartung beigetragen hat, sind dies sehr erfreuliche Erkenntnisse. Sie machen deutlich, dass die Sensibilität in Hygiene- und Sanitärfragen inzwischen hoch ist und die Menschen ein hohes Vertrauen in die Reinigungskraft des Wassers haben."

Und noch etwas wird durch die Studie belegt: "Hygiene, Badezimmer und Toiletten besitzen einen hohen Wert für viele Menschen", findet Kürschner-Pelkmann. "Toiletten und Badezimmer werden stärker als früher als ein Teil von Lebensstil und Kultur wahrgenommen. Die Zeiten, in denen der 'Kulturbeutel' die einzige gut erkennbare Verbindung von Hygiene, Reinlichkeit und Kultur war, sind endgültig vorüber."

* In Österreich führte die Umfrage das market institut durch.

Geberit Vertriebs GmbH:

Geberit entwickelt, produziert und vertreibt hochleistungsfähige, intelligente Produkte und Systeme für Bad und Sanitär. Die Geberit Gruppe ist in 40 Ländern mit eigenen Vertretungen aktiv und hat 16 Produktionsstandorte in sieben Ländern. Weltweit sind 5.700 Mitarbeiter beschäftigt, davon mehr als 2.200 in Deutschland. Die Gruppe ist europäischer Marktführer und erwirtschaftet weltweit einen Umsatz von 2,5 Milliarden Schweizer Franken. Umsatzschwerpunkt ist der europäische Markt. Die Hauptproduktionsstätten befinden sich in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich.

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