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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zur Debatte über eine Reform des Gesundheitswesens

    Frankfurt/Oder (ots) - Die Arzneimittelkosten - im vergangenen Jahr immerhin 30 Milliarden Euro - machen zwar nur ein knappes Fünftel der Gesamtausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherungen aus, sie zeigen indes seit Jahren eine bemerkenswerte Dynamik nach oben. Der Arzneimittelsektor ist zudem jener, der mit seiner Überfülle - zur Zeit sind wohl um die 50 000 Medikamente auf dem Markt - die Paradoxien des Gesundheitssystems mit am besten verkörpert. Es ist also richtig, wenn Gesundheitsminister Rösler im Verein mit den Krankenkassen hier den Hebel ansetzen will, um die Kosten in den Griff zu bekommen. Das wäre jedenfalls angemessener und sozialer als die Einnahmen defizitärer Kassen über Zusatzbeiträge zu steigern.  Allein, die Vorschläge und Absichtserklärungen erinnern doch zu sehr an die Praxis der Vergangenheit, als immer nur eine Feuerwehraktion auf die nächste folgte. Und was sagt wohl der Finanzminister dazu, der den Kassen Milliarden zuschießt, wenn diese gleichzeitig die Mehrwertsteuer auf Arzneien senken wollen? Auch unter Schwarz-Gelb wird nur weiter gedoktert.

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