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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zu Obama

    Frankfurt/Oder (ots) - Jede Amtszeit hat ihre Bewährungsproben. Für George W. Bush kam sie ein dreiviertel Jahr nach seinem Amtsantritt als US-Präsident mit dem 11. September. Sein Nachfolger Barack Obama musste sich bereits fünf Wochen nach seinem Einzug ins Weiße Haus an die Nation wenden. Und er gestand ein, dass man den Verursacher der Krise diesmal nicht im Ausland suchen kann. Es ist eine schonungslose Analyse der eigenen Eliten, wenn Obama urteilt, kurzfristiger Profit habe lange Zeit über langfristigem Wohlstand gestanden. Seine Gegenmaßnahmen - von Bankenrettung bis zur Energiepolitik  - sind für andere genügend Stoff für eine ganze Legislaturperiode. Für ihn ist es der Anfang. Obamas Rede war auch ein Signal an die Welt. Denn er hat den Begriff "Verantwortung" wieder eingeführt, mit dem in den vergangenen Jahren oft Schindluder getrieben wurde. Dass die USA als führende Wirtschaftsnation wieder Verantwortung übernehmen wollen, ist eine gute Nachricht. Dabei müssen allerdings die gescholtenen Eliten mitziehen. Und das könnte Obamas schwerster Kampf werden.

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