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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zur Kaufabsicht von Chinesen an der Bahn AG (Mittwochausgabe) Chinas Interessen

    Frankfurt/Oder (ots) - Sie sind milliardenschwer, sie bringen ihr Geld in den Westen und das ist gut so. 2500 Milliarden Dollar umfasst das Vermögen von chinesischen, russischen und arabischen Staatsfonds, deren Chefs nach Anlageobjekten suchen - wie jetzt im Fall des chinesischen Staatsfonds und der Deutschen Bahn. Die Angst vor politischer Einflussnahme der staatlich gelenkten Heuschrecken ist groß. Doch zum einen sind die Investoren teils schon wieder auf dem Rückzug. Beim Rüstungskonzern EADS etwa, bei dem die Stimmrechte der Aktionäre vertraglich geregelt sind, konnten russische Geldgeber nicht wie erhofft Entscheidungen lenken. Nun verkaufen sie die EADS-Anteile wieder. Zum anderen: Die Novelle des Außenwirtschaftsgesetzes, wonach der Bund ein ausländisches Engagement untersagen kann, ist auf dem Weg. Schutz gegen böse Überraschungen gibt es also genug. Die Chance, die heimische Wirtschaft von den Milliarden der Mao-Erben profitieren zu lassen, sollte genutzt werden. Unter einer Bedingung, die die Politik stellen muss: Auch China muss seine Märkte öffnen.

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