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Eröffnung medienwoche@IFA: Mehr Qualität, weniger Programme und eine konkrete Auftragsdefinition - überraschender Konsens in der Eröffnungsdebatte über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Berlin/Potsdam (ots) - Nach der Begrüßung durch Barbara Kisseler, Chefin der Berliner Senatskanzlei, und Prof. Dr. Jutta Limbach, Vorsitzende des Medienrates der mabb, war die Redefinition des öffentlich-rechtlichen Auftrages zentrales Thema der Eröffnungsdebatte des Internationalen Medienkongresses der Medienwoche am heutigen Montagvormittag. Nach Keynotes von Caroline Thomson (BBC), rbb-Intendantin Dagmar Reim und Christoph Keese (Axel Springer) diskutierten sie mit Stefan Aust (Journalist), Marc Jan Eumann (Staatssekretär für Medien, NRW), Autor und Werbetexter Sascha Lobo und Dr. Tobias Schmid (RTL). Moderation: Frank Thomsen (stern.de).

Auf Basis des BBC-Modells zu einer konsequenten Selbstbeschränkung und mehr Qualitätsprogrammen zu finden - ob dieser Ansatz auch für Deutschland wegweisend sein könnte, wurde von den Experten der Eröffnungsrunde debattiert. Breiter Konsens bestand an den Unzulänglichkeiten des Drei-Stufen-Tests, die die Onlineangebote der gebührenfinanzierten Veranstalter durchlaufen mussten, und an dem Erfordernis einer öffentlich-rechtlichen Auftragsdefinition und einer Beschränkung der gebührenfinanzierten Angebote. Im Zusammenhang mit der Digitalisierung wurde klar, dass Verleger sowie private und öffentlich-rechtliche Medienhäuser in Zukunft von vielen Themen gleichermaßen betroffen sein werden und enger als bisher kooperieren müssen.

Caroline Thomson - per Skype aus London zugeschaltet - erläuterte die Vorzüge des BBC-Modells. Zur Rechtfertigung ihrer Gebührenfinanzierung hatte die BBC unter dem selbst gewählten Motto "Less is more" eine deutliche Reduzierung ihrer Kosten und Angebote sowie eine Fokussierung auf hochwertige Programme unter dem Motto "Quality first" eingeleitet. So konnte die BBC ihre Fixkosten bereits halbieren und darüber hinaus wolle sie ein Fünftel ihrer Topmanager bis zum kommenden Jahr abbauen. Bis spätestens 2013 sollen 90 Prozent aller Einnahmen der BBC aus Gebühren in Qualitätsprogramme investiert werden.

Die komplette Meldung mit den Positionen aller Debattanten und aktuelle Fotos zur Eröffnung finden Sie unter www.medienwoche.de .

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Dr. Kathrin Steinbrenner
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