GVSt Gesamtverband Steinkohle

Neuer Tarifvertrag gewährleistet das sozialverträgliche Auslaufen des Bergbaus im Saarland

Essen (ots) - Der Gesamtverband Steinkohle (GVSt) und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) haben sich auf einen neuen Tarifvertrag für die Betriebe der RAG Aktiengesellschaft im Saarland verständigt.

Der neue Tarifvertrag wurde vor dem Hintergrund der Erderschütterung vom 23. Februar 2008 zwingend notwendig. GVSt und IG BCE standen vor der Herausforderung, den vom Aufsichtsrat der RAG Aktiengesellschaft am 9. Juni 2008 beschlossenen Auslauf des Saarbergbaus zum 1. Juli 2012 sozialverträglich zu gestalten. Zu diesem Zweck haben die Sozialpartner den "Tarifvertrag zur Gestaltung sozialverträglicher Personalmaßnahmen anlässlich des Auslaufens des Saarbergbaus zum 1. Juli 2012" verhandelt und verabschiedet.

Der vorliegende Tarifvertrag zielt darauf, Beschäftigung zu sichern. Ältere Jahrgänge werden bis zum Eintritt in Vorruhestandsmaßnahmen weiter eingesetzt. Jüngere Arbeitnehmer werden dabei unterstützt, neue Arbeitsplätze zu finden. Der Tarifvertrag verlangt von den Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität und bietet ihnen im Gegenzug Regelungen, die absichern und Beschäftigung fördern. Der Gesamtverband Steinkohle und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie sind sich einig, dass mit diesem Tarifvertrag ein tragfähiges Verhandlungsergebnis erzielt wurde. Unter der Maßgabe, den Bergbau im Saarland bis zum 1. Juli 2012 zu beenden - sozialverträglich im Einklang mit dem Steinkohlefinanzierungsgesetz -, bietet der vorliegende Tarifvertrag angemessene Lösungen für die Beschäftigten im Saarland.

Die Regelungen des Tarifvertrages werden durch zusätzliche Angebote des Saarlandes ergänzt: Das Land stellt finanzielle Mittel für Qualifizierung und Fortbildung sowie Anpassungsgeld bereit. Die "Trans-Fair-Stelle Bergbau" des Landes unterstützt die Beschäftigten dabei, neue Arbeitsplätze zu finden.

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