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Aktuelle Umfrage des Murmann-Verlags: Wirtschaftsstudenten sehen großen Reformbedarf in Deutschland

    Hamburg (ots) - EnBW-Vorstandschef Utz Claassen: "Die deutschen Wirtschaftsstudenten haben die wichtigsten Herausforderungen für Deutschland erkannt."

      Wirtschaftsstudenten sehen ihre Zukunft im Wirtschaftsstandort
Deutschland. Rund 60 Prozent denken, in der Bundesrepublik die besten
Chancen für ihre persönliche berufliche Entwicklung zu haben. Dies
hat eine repräsentative Umfrage des Murmann-Verlages unter 1.000
Studentinnen und Studenten der Wirtschaftswissenschaften an den zehn
größten deutschen Universitäten ergeben. Die Befragten sehen
gleichzeitig gesellschaftliche und wirtschaftspolitische
Herausforderungen auf Deutschland zukommen. Dazu gehören der
demografische Wandel, mangelnde Bildungschancen und die Verschuldung
der öffentlichen Haushalte. Utz Claassen, EnBW-Vorstandsvorsitzender
und Autor des Buches "Mut zur Wahrheit", das im Murmann-Verlag
erschienen ist, sieht seine Thesen bestätigt: "Die Studenten haben
klare Vorstellungen von der Zukunft. Sie werden helfen, Deutschland
zu sanieren, sobald sie ins Wirtschaftsleben einsteigen."

    Für die kommenden Jahre erwartet knapp die Hälfte (49,8 Prozent) der deutschen Wirtschaftsstudenten, dass Innovationen aus Indien und China auf dem Weltmarkt an Bedeutung gewinnen und diese Volkswirtschaften der EU den Rang ablaufen werden. Jeder Vierte rechnet damit, dass die deutsche Wirtschaft seine Rolle als Exportweltmeister dauerhaft verlieren wird. Dessen ungeachtet sind 57,7 Prozent davon überzeugt, die besten Chancen für ihre persönliche berufliche Entwicklung in Deutschland zuhaben. Das Land müsse allerdings einige Herausforderungen bestehen.

    Sanierungsfälle: Bildung, Demografie, überschuldete Haushalte

    Laut Umfrage sehen die Wirtschaftsstudenten großen Sanierungsbedarf im deutschen Gemeinwesen. Den demografischen Wandel halten 54,1 Prozent für das wichtigste Thema, dem sich Deutschland stellen muss. Die Anforderungen der globalisierten Wirtschaft nennt jeder zweite Befragte (49,5 Prozent). Jeder Dritte ist der Meinung, dass die Überschuldung der öffentlichen Haushalte (33,8 Prozent) und mangelnde Bildungschancen (29,2 Prozent) in Zukunft angepackt werden müssen.

    Deutschland muss Standort für Zukunftstechnologien werden

    Das größte Potenzial für Deutschlands Zukunft sieht der Management-Nachwuchs in den Zukunftstechnologien. Mikroelektronik, Biotechnologie, Umwelttechnologie und vergleichbare Branchen halten 52,1 Prozent für Wirtschaftszweige mit hohem Potenzial. Auch Forschung und Entwicklung an Universitäten und unabhängigen Forschungsinstituten nennen die Hälfte (48 Prozent) der Studenten als zukunftsträchtigen Sektor. Die IT-Branche sieht hingegen nur jeder sechste Befragte (16,9 Prozent) als einen strategisch wichtigen Wirtschaftszweig für Deutschland.

    Universitäten für den globalen Arbeitsmarkt fit machen

    Auch bei ihrer Ausbildung sehen die Studenten großen Reformbedarf. 62,5 Prozent geben an: "Theoretische und praktische Ausbildung müssen einander besser ergänzen, um optimal auf die Berufswelt vorzubereiten." Und mehr als die Hälfte (52,3 Prozent) fordert, die Ausbildung "stärker international auszurichten, um eine gute Basis für den Einstieg in die globale Arbeitswelt zu schaffen".

    Die Wirtschaftselite von morgen sind heute schon Querdenker

    Utz Claassen, Vorstandsvorsitzender der EnBW, sagt: "Die Studenten haben erstaunliche Weitsicht bewiesen." Er freue sich sehr, dass die Ergebnisse der Umfrage in vielen Aspekten seine Analysen im Buch "Mut zur Wahrheit" bestätigten. Utz Claassen fordert die internationale Ausrichtung der Lehre und Forschung an deutschen Universitäten. Dies ist nach Claassens Ansicht ein wichtiger Schritt, um Deutschland auf die Anforderungen des globalisierten Marktes vorzubereiten und Konkurrenz von aufstrebenden Staaten wie Indien und China abwehren zu können. "Die Wirtschaftselite von morgen hat offensichtlich schon viel von den Wirtschaftsexperten von heute gelernt", sagt Claassen. "Ihr steigender Einfluss wird helfen, Deutschland zu sanieren."

    Mut zur Wahrheit

    In seinem Buch "Mut zur Wahrheit - wie wir Deutschland sanieren können" schöpft Utz Claassen aus seiner Erfahrung als Sanierer von Konzernen wie Seat und EnBW. Sein Grundgedanke: Erst mit radikalen Schnitten und besserem Wissensmanagement können Konzerne vor dem Aus gerettet werden. Für Deutschland betont der Wirtschaftsexperte die Notwendigkeit, sich dem Sanierungsbedarf zu stellen und ihn rational anzugehen. "Wir müssen den Mut haben, Probleme klar zu benennen und daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen - jenseits des politischen Opportunismus", fordert Claassen. Nur mit Investitionen in Innovationen und mit flexiblen Strukturen sei der Sanierungsnotfall Deutschland für den globalen Wettbewerb gerüstet.

    Das Buch "Mut zur Wahrheit - wie wir Deutschland sanieren können" ist im Murmann-Verlag erschienen. Es hat 383 Seiten und kostet 22,50 Euro.

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David Matern
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