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Exklusiv in TV DIGITAL: Claus Kleber und Tom Buhrow verraten, wie sie den Quotenschwund von "heute-journal" und "Tagesthemen" stoppen wollen

    Hamburg (ots) - Seit 30 Jahren werben die Nachrichtenmagazine "heute-journal" (ZDF) und "Tagesthemen" (Das Erste) um die Publikumsgunst. Ein Jubiläum im Zeichen der Quotenkrise: Seit längerer Zeit schon sinken die Zuschauerzahlen. Für die aktuelle Ausgabe begleitete TV DIGITAL (EVT: 20.3.2008) die beiden Anchormen Claus Kleber und Tom Buhrow jeweils einen Tag bei ihrer Arbeit und wollte wissen: Was sind die Pläne der Konkurrenten, um aus der Krise zu kommen? Claus Kleber, Chef und Moderator des "heute-journal": "Unsere Sendung lässt sich nur durch harte tägliche Arbeit am Produkt verbessern. Wir veranstalten Wochenend-Workshops für Redakteure. Dabei geht es um die Frage, wie das bessere, neuere, interessantere ,heute journal' aussieht, das breitere Schichten anspricht. Im Vergleich zu den ,Tagesthemen' stehen wir zwar gut da, leiden aber auch an derselben Krankheit - den langsam sinkenden Einschaltquoten." Er will vieles verändern beim "heute-journal". So wird Klebers Kompetenzteam ab dem 1. Mai 2008 durch Antonia Rados ergänzt: "Sie ist ein Riesengewinn - vor allem, weil sie nicht nur zum ZDF kommt, sondern direkt ans 'heute-journal' angebunden ist." Außerdem moderiert Kleber die Nachrichten bald aus einem neuen digitalen Studio: "Ab dem 8. Dezember bietet unser neues Studio Grafiken und vielschichtig hintereinander gestaffelte Ansichten, die sich auch vom Bedienkomfort an Internet-Browsern orientieren." Tom Buhrow, seit 18 Monaten ARD-Anchorman bei den "Tagesthemen", hält dagegen wenig von komplett virtuellen Studios: "Die Design-Überlegungen für die nächste Studio-Anpassung haben bereits begonnen. Und für 2010 ist eine neue Regie- und Studiotechnik geplant. Aber was 3D-Techniken betrifft, werden wir gründlich abwägen, was notwendig ist und was Effekthascherei. Wir wollen die Aufmerksamkeit nicht auf uns lenken - unsere Aufmerksamkeit gilt dem Inhalt." Buhrow, dem manche Kritiker Blässe vorwerfen, bringt sein Selbstverständnis wie folgt auf den Punkt: "Ich arbeite an meinem eigenen Stil", so Tom Buhrow - "den zwei großen 'H', die sich gut ergänzen: Höflichkeit und Hartnäckigkeit. Dabei versuche ich, niemanden zu kopieren." Wie viele Kritiker und Zuschauer wünscht sich auch der ARD-Anchorman einen festen Sendeplatz für die "Tagesthemen": "Wir wollen zu einer verlässlichen Zeit zurückkehren. Die Intendanten und die Programmdirektion sehen das grundsätzlich auch so. Es gibt bei der Lösung noch einige Unwägbarkeiten, die sich hoffentlich im Laufe des Jahres klären."

    Beide Interviews erscheinen in der neuen Ausgabe von TV DIGITAL (EVT: 20. März 2008) sowie online auf www.tvdigital.de Zitate nur bei Nennung der Quelle TV DIGITAL frei.

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