WSM Wirtschaftsverband Stahl- u. Metallverarbeitung e.V.

Produktion im Jahr 2015 um 0,6% angestiegen

Düsseldorf / Hagen (ots) - Die Produktion der Stahl und Metall verarbeitenden Industrie ist im Jahr 2015 um 0,6% über das Vorjahresniveau gewachsen. Das Konjunkturbild der Vorjahre hat sich wiederholt, einem positiven ersten Halbjahr folgte ein schwächeres zweites Semester. In jedem Quartal des Jahres 2015 lag die Produktion um 0,6% über dem Vorjahresquartal. Die Zahl der Beschäftigten Ende 2015 über 351.300 Mitarbeitern in den Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten und damit 0,3% höher als ein Jahr zuvor.

Zum Start ins Jahr 2016 hat sich die Stimmung merklich abgekühlt. Die Komponenten des Geschäftsklimas driften im Januar drastisch auseinander. Während die Geschäftslage erneut besser eingeschätzt wurde, fielen die Erwartungen für die nächsten 6 Monate auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2012.

Die Pkw-Nachfrage bleibt global intakt. Auch endverbrauchernahe Produzenten gehen angesichts des kräftigen Konsums und weiterhin niedriger Zinsen und Inflation optimistisch ins Jahr 2016. Dagegen kommt die Nachfrage anderer wichtiger Kundenbranchen wie des Maschinen- und Anlagenbaus noch nicht nennenswert in Schwung. Der Investitionsstau löst sich allenfalls sehr langsam auf.

Das direkte Auslandsgeschäft macht in der Stahl- und Metallverarbeitung etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes aus, wobei 58% der Exporte an Länder der Eurozone gehen. Im Schlussquartal lagen die Auslandslieferungen um 4% unter dem hohen Vorjahreswert. Auf Jahressicht sind jedoch 0,9% mehr Exporte getätigt worden als 2014. Die Auftragseingänge aus dem Ausland haben sich in dem Zeitraum allerdings um 3,2% abgeschwächt. Die Wachstumsschwäche der Schwellenländer macht sich bemerkbar.

Der Ausblick auf das Jahr 2016 fällt angesichts der Erwartungen der wichtigsten Kunden der Branche verhalten optimistisch aus. Um mehr als 1% Wachstum zu erzielen, muss es der Branche gelingen, Innovationen in die Kundenprodukte einzubringen, die dort für echte Mehrwerte sorgen, etwa über die Trendthemen Leichtbau und Effizienz.

Pressekontakt:

Holger Ade
Goldene Pforte 1
58093 Hagen
02331 958821
hade@wsm-net.de
Original-Content von: WSM Wirtschaftsverband Stahl- u. Metallverarbeitung e.V., übermittelt durch news aktuell

Das könnte Sie auch interessieren: