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DStGB zu Kommunalfinanzen: Kommunen setzen Haushaltskonsolidierung fort - Sozialausgaben und Kassenkredite weiter alarmierend

Berlin (ots)

Trotz der erfreulichen Entwicklung der
Steuereinnahmen bleibt die Finanzlage der Kommunen weiterhin 
angespannt. "Wir sind noch lange nicht über den Berg", sagte das 
Geschäftsführende Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und 
Gemeindebundes, Dr. Gerd Landsberg, heute in Berlin angesichts der 
jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur kommunalen 
Finanzsituation im ersten Halbjahr 2007.
Sprudelnde Steuerquellen gibt es nicht in allen Städten und 
Gemeinden. Viele Kommunen haben strukturelle Defizite und können auch
in absehbarer Zeit ihre Haushalte nicht ausgleichen.
Der Investitionsstau der vergangenen Jahre muss dringend aufgelöst
werden. Die um etwa zehn Prozent höheren Investitionsausgaben der 
Kommunen sind vor allem auf die höhere Mehrwertsteuer sowie auf - 
wegen der guten Baukonjunktur - höhere Baupreise zurückzuführen. "Die
kommunale Investitionskraft muss nachhaltig gestärkt werden, denn 
eine attraktive Infrastruktur ist zentrale Voraussetzung, um im 
internationalen Standortwettbewerb bestehen zu können.", fordert 
Landsberg.
Auf der Ausgabenseite macht sich der fortgesetzte Personalabbau in
den Kommunalverwaltungen bemerkbar. Alleine im letzten Jahr sank die 
Zahl der Beschäftigten um 27.000 Personen. Die Personalausgaben 
sanken dementsprechend um 1,4 Prozent gegenüber dem 
Vorjahreszeitraum. "Ohne das Angebot kommunaler Leistungen für die 
Bürgerinnen und Bürger zu gefährden, lässt sich dieser Trend nicht 
unbegrenzt fortsetzen.", so Landsberg.
"Die weiter steigenden Sozialausgaben (+2,4 %) stellen ein hohes 
Haushaltsrisiko dar und schränken den finanziellen Handlungsspielraum
der Gemeinden ein", warnt Landsberg. Die Gesamtausgaben der Kommunen 
für soziale Leistungen werden 2007 mit 38,45 Mrd. Euro einen 
historischen Höchststand erreichen.
Die Kommunen setzten die Einnahmezuwächse zur Schuldentilgung am 
Kreditmarkt ein. Die langfristigen Schulden konnten gegenüber Ende 
2006 um 1,8 Milliarden Euro zurückgeführt werden, während in nahezu 
gleichem Umfang (1,5 Mrd. Euro) weiter neue kurzfristige Kredite - so
genannte Kassenkredite - aufgenommen wurden. Das Ziel der 
öffentlichen Hand, keine Schulden mehr aufzunehmen, liegt noch in 
weiter Ferne.

Pressekontakt:

Kontakt:

Franz-Reinhard Habbel
Sprecher des DStGB
Tel.: 030/77307-225
E-Mail: Franz-Reinhard.Habbel@dstgb.de

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