"Hochdrucktage 2006" vom 25. bis 30. September 2006
Hochdruck zerstört Nieren
"Hochdrucktage 2006": Verhängnisvolle Abhängigkeit vom Blutdruck

    Heidelberg (ots) - Bluthochdruck macht die Nieren zum Täter und zum Opfer. Durch unbehandelten Bluthochdruck kann ein Teufelskreis entstehen, in dem die Nieren selbst zu ihrer eigenen Zerstörung beitragen. Deshalb ist es so wichtig, vorsorglich regelmäßig den Blutdruck zu kontrollieren. Wenn Bluthochdruck frühzeitig behandelt wird, sinkt auch das Risiko einer Nierenerkrankung und des Nierenversagens.

    Um den komplizierten Zusammenhang zu verstehen, muss man die Funktionen der Niere kennen. Die Hauptaufgaben der Nieren sind die Blutreinigung und Wasserausscheidung. Täglich entstehen im Körper Stoffwechselprodukte, die im Blut zu den Nieren transportiert und mit dem Urin ausgeschieden werden. Jede Niere besteht aus mehr als einer Million Nierenkörperchen. Diese sind wiederum aus Knäueln kleinster Äderchen zusammengesetzt. Täglich werden ungefähr 180 Liter Primärharn abgepresst. Über verschiedene Filter und Transportmechanismen werden Schadstoffe entfernt, übrig bleiben etwa 1,5 Liter Urin, die der Mensch ausscheidet.

    Neben der Ausscheidungsfunktion hat die Niere aber noch weitere Aufgaben wie die Bildung verschiedener Hormone, die unter anderem für die Blutbildung wichtig sind, die Steuerung des Blutdrucks und die Regulierung des Knochenstoffwechsels. Somit betrifft eine Funktionsstörung der Nieren auch andere Körperfunktionen: Der Blutdruck, der Hormon- und Vitamin-Haushalt oder das Blutgerinnungssystem verändern sich.

    Erhöhter Blutdruck ist ein Risikofaktor für die Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Diese kann sich auch in den großen und kleinen Nierengefäßen bilden. Die Verkalkung der großen Nierengefäße führt zu einer verminderten Durchblutung der Niere. Über die Ausschüttung verschiedener Hormone führt dies wiederum zu einer weiteren Erhöhung des Blutdrucks. Durch diesen Teufelskreis wird die Nierenfunktion noch mehr geschädigt, was zum kompletten Ausfall der Nieren führen kann.

    Die kleinen Nierengefäße werden dagegen porös. Schon zu Beginn der Nierenerkrankung werden vermehrt Eiweiße (Proteine) mit dem Urin ausgeschieden. Aus diesem Grund misst der Arzt regelmäßig den Eiweißgehalt im Urin.

    Anfangs verläuft die Erkrankung ohne Beschwerden. Erst nach einigen Jahren treten Symptome auf. Dazu gehören: Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Hautjuckreiz, Kopfschmerzen, Bronzefarbene Haut, Blutarmut (Anämie) und Wassersucht (Ödeme) - besonders in den Beinen. Zusätzlich können Symptome des Bluthochdrucks wie Atemnot, Herzenge (Angina pectoris) oder Nasenbluten auftreten.

    Wird die Nierenerkrankung rechtzeitig erkannt, lässt sich die weitere Entwicklung der Krankheit wesentlich einschränken. Dennoch verschlechtert sich die Nierenfunktion bei einigen Patienten zunehmend, so dass letztlich nur die Blutwäsche (Dialyse) oder eventuell eine Nierentransplantation helfen. All dies ließe sich vermeiden: Durch regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks.

    "Kennen Sie Ihre Werte?", lautet deshalb das Motto der "Hochdrucktage 2006". Vom 25. bis 30. September informieren in ganz Deutschland Selbsthilfegruppen, Ärzte und Kliniken die Bevölkerung über Bluthochdruck und seine schwerwiegenden Folgeerkrankungen. Initiator der bundesweiten "Hochdrucktage" ist die Deutsche Hochdruckliga DHL® in Heidelberg. Wo und wann die örtlichen Informationsveranstaltungen stattfinden, steht im Internet unter www.hochdruckliga.de.

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Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® - Deutsche
Hypertoniegesellschaft hat über 2200 Ärzte zu Hypertensiologen DHL®
in der Behandlung des Bluthochdrucks ausgebildet, die Ihnen - wie
auch die Mitglieder dieser medizinischen Fachgesellschaft - zu
Gesprächen und Interviews zur Verfügung stehen. Gerne vermitteln wir
Ihnen einen Gesprächskontakt in Ihrem Verbreitungs- oder Sendegebiet.
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