"Hochdrucktage 2006" vom 25. bis 30. September 2006
Hochdruck schädigt Gefäße
"Hochdrucktage 2006": Gefäßverkalkung vorbeugen

    Heidelberg (ots) - Bluthochdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung der Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Auch in den Gefäßen des Gehirns, des Auges oder der Beine kann die Arteriosklerose zu Veränderungen führen: zu Demenz, Netzhautveränderungen und zum Raucherbein. Durch regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks lässt sich das vermeiden. Denn der ständig überhöhte Bluthochdruck führt in den Gefäßen zu einer Schädigung der Gefäßwände und damit zu einem verfrühten Verschleiß. Daher sind auch schon bei jüngeren Bluthochdruckpatienten Anzeichen der Gefäßverkalkung nachweisbar.

    In und an den geschädigten Bereichen der Gefäßwände können sich Cholesterin, Kalk und andere Bestandteile des Bluts ablagern. Die Gefäße werden zunehmend enger und steifer. Das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen, so dass sowohl die Beine als auch Organe wie Herz, Nieren und Gehirn nicht mehr mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff und mit Nährstoffen versorgt werden.

    Offensichtlich schädigt ein erhöhter Blutdruck zunehmend auch die Gefäße im Gehirn. Je höher der Blutdruck, desto stärker sind spätere Gedächtnisstörungen. Untersuchungen zu diesem Thema deuten darauf hin, dass eine rechtzeitige und effektive Senkung des Blutdrucks mentalen Leistungsschwächen im Alter (Demenz) vorbeugen kann. Demenz bedeutet einen Verlust kognitiver Fähigkeiten (Kognition = Vorgänge im Gehirn, die das Erkennen ermöglichen) mit Beeinträchtigung der sozialen oder beruflichen Leistungsfähigkeit. Der Anteil der Demenzkranken in der Gruppe der 60-Jährigen beträgt etwa ein Prozent, bei den 85-Jährigen zwischen 30 und 50 Prozent.

    Der Augenarzt kann bei einer Augenspiegelung die Netzhaut betrachten und Veränderungen der Gefäße feststellen. Die Blutgefäße der Netzhaut lassen einen Schluss auf den Schweregrad eines bestehenden Bluthochdrucks zu. Ein nicht behandelter oder schlecht eingestellter Bluthochdruck führt im Laufe der Zeit zu Netzhautveränderungen, die das Sehvermögen erheblich beeinträchtigen können.

    Verengungen in den Gefäßen der Beine äußern sich meist beim Gehen als Muskelschmerz in den Waden. Beim Stehen bleiben lässt dieser Schmerz schnell nach, flammt aber wieder auf, wenn die Bewegung fortgesetzt wird. Um den Schmerz immer wieder zu unterbrechen, bleiben diese Menschen häufig selbst nach kurzen Gehstrecken stehen, weshalb man allgemein von der Schaufensterkrankheit spricht. Im fortgeschrittenen Stadium kann es aufgrund der Unterversorgung des Gewebes zum so genannten Raucherbein kommen.

    Die schwerwiegenden Folgeerkrankungen einer Arteriosklerose könnten in vielen Fällen verhindert werden, wenn der Verursacher - hoher Blutdruck - rechtzeitig erkannt und behandelt würde.

    "Kennen Sie Ihre Werte?", lautet deshalb das Motto der "Hochdrucktage 2006". Vom 25. bis 30. September informieren in ganz Deutschland Selbsthilfegruppen, Ärzte und Kliniken die Bevölkerung über Bluthochdruck und seine schwerwiegenden Folgeerkrankungen. Initiator der bundesweiten "Hochdrucktage" ist die Deutsche Hochdruckliga DHL® in Heidelberg. Wo und wann die örtlichen Informationsveranstaltungen stattfinden, steht im Internet unter www.hochdruckliga.de oder in der örtlichen Presse.

Hinweis an die Redaktionen:

Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® - Deutsche Hypertoniegesellschaft hat über 2200 Ärzte zu Hypertensiologen DHL® in der Behandlung des Bluthochdrucks ausgebildet, die Ihnen - wie auch die Mitglieder dieser medizinischen Fachgesellschaft - zu Gesprächen und Interviews zur Verfügung stehen. Gerne vermitteln wir Ihnen einen Gesprächskontakt in Ihrem Verbreitungs- oder Sendegebiet.

Bei Fragen und Recherchewünschen wenden Sie sich bitte an: Postina Public Relations, Tel. 06257/50799-0, E-Mail: office@postina-pr.de.