Paritätischer Wohlfahrtsverband

Erschütterndes Dokument sozialer Zerrissenheit
Paritätischer fordert unverzügliche Offenlegung des Armutsberichts

Berlin (ots) - Als erschütterndes Dokument sozialer Zerrissenheit bezeichnet der Paritätische Wohlfahrtsverband die jetzt bekannt gewordenen Zahlen aus dem dritten Armuts- und Reichtumsbericht. Der Verband fordert die Bundesregierung zur unverzüglichen Offenlegung des Berichtes auf, um eine sachliche Diskussion und sofortige Gegenmaßnahmen zu ermöglichen.

"Es kann nicht sein, dass sich die Regierung verschweigt, während unsere Gesellschaft förmlich auseinander fliegt", so Verbandsvorsitzende Heidi Merk. Die Erhöhung der Armutsquote um mehr als 63 Prozent sei das Resultat einer seit mehreren Jahren verfehlten Sozial- und Steuerpolitik. "Mit der Einführung von Hartz IV ist ein dramatischer Anstieg der Armut in Kauf genommen worden. Wer milliardenschwere Steuergeschenke an Spitzenverdiener macht und sich nicht wagt, größere Erbschaften und Vermögen gerecht zu besteuern, der darf jetzt über das Ergebnis nicht staunen oder gar lamentieren", kritisiert die Verbandsvorsitzende.

Der Verband fordert die Offenlegung aller vorliegenden Daten, um eine ernsthafte Auseinandersetzung um konkrete Maßnahmen zu ermöglichen. "Das Letzte was wir jetzt brauchen, ist eine Diskussion um Halbgares", so die Verbandsvorsitzende. "Die Zahlen müssen sofort auf den Tisch und dann gilt es gemeinsam anzupacken und das Ruder herum zu reißen. Es kann nicht sein, dass Millionen Menschen unverschuldet an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt werden, während der andere Teil tatenlos zusieht, wie die Armutskarawane vorbeizieht."

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