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Shell fordert Rahmenbedingugen für CCS-Technologie
Unternehmen begrüßt Start des Pilotprojektes in Ketzin

Hamburg (ots) - Shell begrüßt den jüngsten Schritt des Ketziner Pilotprojekts CO2SINK zur Abspaltung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS - Carbon Capture and Storage). Shell ist an dem ersten Forschungsprojekt in Europa beteiligt, mit dem die CO2-Onshore-Speicherung in salzwasserführenden Gesteinsformationen demonstriert werden soll. Mit dem Start der CO2-Injektion in Ketzin tritt das Projekt in eine entscheidende Phase ein. Dies wird heute mit einer offiziellen Zeremonie gefeiert, an der auch Wissenschaftler sowie Vertreter der EU sowie von Bundes- und Landesregierung in Brandenburg teilnehmen.

Das Ketziner CCS-Forschungsprojekt begann im April 2004. Es wird derzeit von Professor Schilling vom GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam geleitet und von Shell, verschiedenen anderen Industriepartnern, der Europäischen Kommission und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Im brandenburgischen Ketzin wurde dazu ein In-situ-Labor für die CO2-Speicherung eingerichtet, das die Lücke zwischen zahlreichen technischen Konzepten und wissenschaftlichen Studien zur geologischen Speicherung und einem umfassenden Demonstrationsprojekt für die Onshore-Speicherung schließen soll.

Um Vergleichsverfahren und eine Risikobewertungsstrategie zu entwickeln, wird nach dem Injektionsprozess neben der intensiven Überwachung des injizierten CO2 eine sorgfältige Analyse von Gesteins- und Flüssigkeitsproben sowie von Mikroorganismen durchgeführt. Das Ketziner Demonstrationsprojekt ist ein wichtiger Schritt zur Nutzung der CO2-Speicherung im industriellen Maßstab, um die atmosphärischen CO2-Emissionen zu reduzieren.

Erfahrungen mit CCS gibt es reichlich. Shell etwa nutzt die Technologie seit Jahrzehnten in der Öl- und Gasförderung. Graeme Sweeney, Shell Executive Vice President für Future Fuels und CO2, erklärte: "Shell ist überzeugt, dass der breite Einsatz des CCS-Verfahrens nach 2020 zusammen mit der Nutzung von kohlenstoffarmen Energiequellen Bedingung dafür ist, dass wir den Energiebedarf decken und gleichzeitig die CO2 Emissionen im Einklang mit dem angestrebten Stabilisierungsniveau bis zur Jahrhundertmitte senken können. Dieses Pilotprojekt ist deshalb so wichtig, weil wir durch die Praxis lernen müssen, wie sich technologische Entwicklungen beschleunigen und Kosten reduzieren lassen und CCS schließlich auch zu einer wirtschaftlich erfolgreichen Technologie werden kann."

Shell beteiligt sich an einer Reihe von CCS-Forschungsprojekten, von denen CO2SINK das prominenteste ist. Shell ist überzeugt, dass CCS unverzichtbar ist, wenn Europa seine Klimaschutz-Ziele erreichen will und hat deshalb einen politischen Rahmen gefordert, in dem die CCS-Verbreitung durch Marktinstrumente finanziert wird. Dazu gehören

   - Ein einheitliches Emissionshandelssystem, das CO2-Emissionen mit
     einer klaren Kostenstruktur belegt. 
   - Anrechenbarkeit von CCS beim Clean Development Mechanism (CDM)
     und für bestehende Systeme wie dem Emissionsrechtehandel der EU
     (ETS). 
   - Global bereitgestellte Mittel für die Entwicklung von sauberen
     Technologien (zu denen auch CCS zählen würde). 
   - Anschubfinanzierung für ein Demonstrationsprojekt, um die
     Entwicklung der Technologie zu beurteilen, eine Kostenübersicht
     aufzustellen und Wege zur Kostenreduzierung zu finden. 

Shell ist der Auffassung, dass die staatlichen Strategien, für die Europa sich in den kommenden fünf Jahren entscheidet, die globalen Energie-Rahmenbedingungen für das nächste halbe Jahrhundert formen können. Nach Schätzungen von Shell würde eine Verzögerung der weltweit laufenden CCS-Projekte um sieben Jahre bedeuten, dass 90 bis 100 Milliarden Tonnen vermeidbarer CO2-Emissionen in die Atmosphäre gelangen, und dass sich das langfristige CO2-Stabilisierungsniveau um 10 ppm (parts per million) erhöht.

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