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Finanzkrise stärkt IR-Abteilungen - Jeder dritte Investor-Relations-Manager rechnet mit einem Budgetplus

    Hamburg (ots) - Trotz fallender Börsenkurse und ungewisser Geschäftsaussichten stocken deutsche Aktienunternehmen die Ausgaben für Investor-Relations-Maßnahmen weiter auf. Mehr als ein Drittel der IR-Manager verzeichnet für das aktuelle Geschäftsjahr einen deutlichen Budgetzuwachs - jeder Siebte sogar um mehr als zehn Prozent. Damit reagieren die Unternehmen auf die derzeitige Krisensituation. Denn durch eine professionelle Finanzkommunikation soll nun verloren gegangenes Vertrauen zurück gewonnen werden. Das ist das Ergebnis des aktuellen Finanzmarkt-Trendmonitors, der regelmäßig von news aktuell, CAT Consultants, Handelsblatt und Faktenkontor erhoben wird.

    Bei rund 60 Prozent der befragten IR-Manager sind die Aktienkurse des betreuten Unternehmens im Vergleich zum Vorjahresstand eingebrochen. Unbeeindruckt von dieser Talfahrt legten die Ausgaben für Investor Relations-Maßnahmen jedoch weiter zu - sogar stärker als im Vorjahr. So wuchs der Anteil der IR-Manager, die ein Budgetwachstum erwarten, gegenüber dem September 2007 um rund 20 Prozent. Und dass, obwohl zu diesem Zeitpunkt die Stimmung an den Börsen deutlich besser war. Jeder zweite Befragte konnte damals in seinem Tätigkeitsfeld kräftige Kursgewinne vorweisen.

    Besonders optimistisch blicken die Investor-Relations-Agenturen auf ihre Honorarentwicklung. Unter ihnen erwarten 59 Prozent der Befragten ein Ausgabenplus ihrer Kunden. Zum Vergleich: In den unternehmenseigenen IR-Abteilungen geben 31 Prozent der Fach- und Führungskräfte eine ähnlich positive Prognose ab.

    Damit geht die Branche äußerst zuversichtlich in die kommenden Monate. Denn insgesamt betrachtet haben die Turbulenzen an den Börsen die Bedeutung der Investor Relations gestärkt. Der Grund: Die Finanzmarktkrise erfordert zunehmende Aktivitäten der IR-Experten. So gehen 72 Prozent der Befragten in ihren Kommunikationsbemühungen dieses Thema verstärkt an. Zudem kommt es gerade in Krisenzeiten darauf an, aktiv den Dialog mit den Anlegern zu suchen und vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen. Denn es herrscht Unsicherheit und die Aktienmärkte reagieren zunehmend nervös. Eine professionelle Kapitalmarktkommunikation übernimmt in diesem schwierigen Umfeld eine wertvolle Orientierungsfunktion und wird so mehr denn je zu einem wichtigen Eckpfeiler in der Außendarstellung eines Unternehmens.

Aktuelle Budget- und Honorarentwicklung (Vergleich 2008 gegenüber 2007; Angaben von IR-Abteilungen und IR-Agenturen)

Zuwachs um mehr als 10 Prozent: 14% Zuwachs um bis zu 10 Prozent: 21% etwa gleich bleibend: 58% Kürzung um bis zu 10 Prozent: 6% Kürzung um mehr als 10 Prozent: 1%

Hintergrundinformationen Der Finanzmarkt-Trendmonitor stellt die Ergebnisse einer Online-Befragung dar, die news aktuell, CAT Consultants, Handelsblatt und Faktenkontor regelmäßig durchführen. Untersuchungsschwerpunkt sind dabei aktuelle Tendenzen und Entwicklungen in der Finanzmarkt-Branche. Insgesamt wurden dafür 282 Fach- und Führungskräften aus IR-Abteilungen und IR-Agenturen befragt.

Faktenkontor: Spezialagentur für Research, Studien und Kompetenz-PR: Das Faktenkontor ist eine Beratungsgesellschaft für Unternehmens- und Vertriebskommunikation und entstand am 1. Januar 2003 als Ausgründung der Unternehmensberatung Mummert Consulting. Das Team übernimmt die gesamte Leistungspalette klassischer Pressearbeit, mit dem Ziel, die Kompetenz seiner Kunden in den Medien herauszustellen. Hierfür wird - soweit erforderlich - über Recherche und Studien mit namhaften Medienpartnern die notwendige Faktenbasis gelegt. Derzeit betreut das Unternehmen mehr als 50 Kunden.

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