Wort & Bild Verlag - Apotheken Umschau

Arzt und Apotheker als Team
Enge Zusammenarbeit verbessert den Therapieerfolg

Baierbrunn (ots) - Um insbesondere bei älteren Patienten eine optimale Medikamentenversorgung zu gewährleisten, wird eine enge Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern immer wichtiger. "Die intensive Betreuung durch zwei Fachleute verbessert den Therapieerfolg und spart durch die Vermeidung von Folgeerkrankungen auch Kosten", betont der Vorsitzende des Thüringer Apothekerverbands, Stefan Fink, im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Etwa jeder Vierte hierzulande nimmt dauerhaft drei oder mehr Medikamente ein - so mancher kennt dabei nicht den Nutzen all seiner Arzneimittel. Pilotprojekte wie die Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen (ARMIN) zeigen, wie die Medikamentenversorgung in Zukunft aussehen könnte: In beiden Bundesländern können sich AOK-PLUS-Versicherte, die regelmäßig mindestens fünf Präparate einnehmen, bei ihrem Hausarzt und in der Apotheke für ein elektronisch gestütztes Medikationsmanagement einschreiben. "Dass Ärzte und Apotheker so eng zusammenarbeiten und zudem über eine gemeinsame Datenschnittstelle vernetzt sind, ist etwas völlig Neues", betont Fink. Auf diese Weise können doppelt verordnete oder überflüssige Präparate abgesetzt werden, und mit Patienten kann die richtige Einnahme der anderen Mittel besprochen werden. Zwar haben seit 1. Oktober gesetzlich Versicherte, die mehr als drei Arzneimittel nehmen, Anspruch auf einen vom Hausarzt erstellten Medikationsplan. "Aber der weiß in der Regel nicht, was andere Ärzte verordnen und was sich der Patient zudem rezeptfrei in der Apotheke kauft", sagt Fink. Nur wenn Arzt und Apotheker wie beim Projekt ARMIN elektronisch vernetzt seien, könne die Medikation weitgehend lückenlos erfasst werden. "Gemeinsam sind Arzt und Apotheker nun mal effektiver."

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