Wort & Bild Verlag - Apotheken Umschau

Heilsames Sitzbad - Bei Analleiden können warmes Wasser und die richtigen Zusätze den Schmerz lindern

Baierbrunn (ots) - Auch wenn Sitzbäder wie ein Relikt aus vergangenen Jahrzehnten erscheinen - die subjektive Schmerzlinderung durch das warme Wasser bei Erkrankungen des Anal- und Genitalbereichs bleibt unbestritten. "Die thermischen Reize fördern die Durchblutung, was schließlich zu einer Entspannung der Muskulatur führt", erklärt Uwe Steinacher, Fachlehrer für Hydrotherapie an der Sebastian-Kneipp-Schule in Bad Wörrishofen, im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Neben der therapeutischen Wirkung von Wasser spielen unterschiedliche Zusätze eine Rolle: Eichenrindenextrakte oder andere gerbstoffhaltige Zubereitungen beispielsweise dichten die Haut ab, was insbesondere bei nässenden Wunden wie Analekzemen oder leichten Hämorridalleiden hilft. Kamillenextrakte lindern Entzündungen und wirken wundheilend, können aber bei empfindlichen Menschen mitunter Allergien auslösen. Moorzusätze werden oft bei gynäkologischen Erkrankungen verwendet. Anders als bei einem Vollbad sitzt der Patient nur mit dem Gesäß im Wasser. Laut Steinacher dauert eine Anwendung etwa 10 bis 20 Minuten mit 36 bis 38 Grad warmem Wasser. Dr. Johannes Naumann, Leiter des Balneologischen Instituts an der Universitätsklinik Freiburg in Bad Krozingen, rät zu thermoneutralem Wasser, das also weder zu warm noch zu kalt ist: "Bei entzündlichen Wunden könnte eine zu hohe Temperatur den Schmerz eher verstärken."

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