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"Fehlanreize ändern"
Ist eine Zweitmeinung vor allem nötig, weil finanzielle Anreize bestimmte Therapien bevorzugen?

Baierbrunn (ots) - Verbraucherschützer begrüßen, dass Patienten nun ein gesetzliches Recht darauf haben, bei einigen Therapieentscheidungen die Meinung eines zweiten Arztes einzuholen. Die Bundesregierung zielt dabei auf bestimmte Operationen, die für Kliniken finanziell attraktiv sind. Um die Zahl dieser Operationen zu senken, sei die Verankerung einer Zweitmeinung jedoch das falsche Mittel, kritisiert Professorin Ingrid Mühlhauser, die Vorsitzende des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin. "Immer noch lohnen sich bestimmte Eingriffe finanziell mehr als andere Behandlungsoptionen", sagt sie. Diese "Fehlanreize" solle die Politik ändern. "Das Recht auf eine Zweimeinung deckt dieses Problem nur zu", so Mühlhauser.

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