Wort und Bild - Apotheken Umschau: Ulla Schmidt unterstützt bisher größte Kampagne für mehr Organspenden

Ulla Schmidt unterstützt bisher größte Kampagne für mehr Organspenden

   

    Baierbrunn (ots) -

    Im Oktober verteilen die Gesundheitszeitschriften "Apotheken Umschau" und "BABY und Familie" 10 Millionen Organspendeausweise in Deutschlands Apotheken / Umfrage zeigt dringenden Bedarf an mehr Aufklärung / Unterstützt  wird die Aktion vom Bundes-ministerium für Gesundheit, der Deutschen Stiftung für Organtransplantation und der Bundesapothekerkammer

    Berlin/Baierbrunn/Frankfurt, 22. September 2008: Derzeit warten etwa 12.000 schwer kranke Deutsche auf ein Spenderorgan, jeden Tag sterben drei von ihnen, weil es nicht genug Spender gibt. Und das, obwohl laut einer aktuellen IPSOS-Umfrage rund zwei Drittel der Deutschen ab 14 Jahren bereit wären, nach ihrem Ableben Organe zu spenden. Um diese Kluft zu überbrücken, Entscheidungshilfen zu geben und die Organspendeausweise den potentiellen Spendern nahe zu bringen, werden im Monat Oktober über die Gesundheitszeitschriften "Apotheken Umschau" und "BABY und Familie" insgesamt 10 Millionen Organspendeausweise in Deutschlands Apotheken verteilt. Zugleich informieren die Magazine redaktionell umfassend über das Thema, so dass die Leserinnen und Leser ihre Einstellung zur Organspende im Todesfall überprüfen und ihren Willen dafür oder dagegen unmittelbar erklären können.

    Bei der heutigen Pressekonferenz zum Auftakt der Aktion sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt heute in Berlin: "Das ist eine der größten Aktionen zur Steigerung der Organspendebereitschaft, die es bisher in Deutschland gegeben hat. Durch die Verteilung des Organspendeausweises über die Apotheken Umschau hat jeder Apotheken-Besucher die Möglichkeit, einen Organspendeausweis zu bekommen. Ich unterstütze diese Aufklärungsaktion aus voller Überzeugung  und ich hoffe, dass möglichst viele der hohen Zahl an grundsätzlich zur Organspende bereiten Deutschen ja zum Organspendeausweis sagen", betonte die Gesundheitsministerin.

    Dr. Thomas Beck, Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) untermauerte die Forderungen der Bundesministerin mit den aktuellen Zahlen: So war in den ersten 6 Monaten des Jahres 2008 ein deutlicher Rückgang an Organspenden zu verzeichnen: insgesamt haben 586 Menschen im 1. Halbjahr nach ihrem Tode Organe gespendet. Das sind 81 Spender weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die heute präsentierte Aktion bietet laut Dr. Beck die Chance, das enorme Potential von zwei Dritteln der Bevölkerung , die grundsätzlich zu einer Organspende bereit wären, zu wecken, zum Einen durch offensive Aufklärung und zum Anderen durch die aktive Verbreitung des Organspendeausweises. Die Initiative des Wort & Bild Verlages, so Beck, habe hier Vorbildcharakter.

    Hartmut Becker, Herausgeber des Wort & Bild Verlags und Initiator der Aktion, erklärte das Engagement des Verlags: "Laut einer von uns in Auftrag gegebenen repräsentativen IPSOS-Umfrage wären zwei von drei Menschen bereit, ihre Organe nach dem Tod zu spenden. Aber nur jeder sechste hat einen Ausweis. Wir möchten mit unseren hochauflagigen Gesundheitszeitschriften dazu beitragen, dieses Missverhältnis zu bessern, indem wir den Ausweis direkt zu den Menschen bringen."

    Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekerkammer, betonte die Rolle der Apotheker bei der Aktion: "Mehr als vier Millionen Menschen besuchen täglich eine der 21.500 Apotheken, die mit ihrem niedrigschwelligen Gesundheitsangebot ein idealer Ort für Prävention und Gesundheitsaufklärung sind. Die Apotheker setzen sich für die Organspende ein, weil in Deutschland Spenderorgane fehlen und trotz allgemeiner Akzeptanz der Organspende nur wenige Menschen einen Organspendeausweis mit sich tragen. Deshalb begrüße ich, dass in Kundenzeitschriften Organspendeausweise eingelegt werden, die die Apotheker an ihre Patienten weitergeben können."

    Peter Hellriegel aus Bruchsal nahm zum Thema Organspende aus der Sicht eines Betroffenen Stellung. " Morgens wusste ich nicht, kommt die Leber oder kommt der Tod", so beschreibt der 44 -jährige Lehrer und Vater von drei Kindern seinen Zustand während der Wartezeit auf das lebensrettende Organ. Die quälende Wartezeit wäre leichter zu ertragen, wenn man wüsste, dass ein Organ kommt, aber diese Gewissheit hat man aufgrund der wenigen Spender nie. Umso wichtiger ist es, dass sich mehr Menschen zum Thema Organspende Gedanken machen."

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