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Fairtrade-Kakao Produzenten aus der Elfenbeinküste auf der ISM

Fairtrade-Produzentenberaterin Anne Marie Yao bei einer Schulung für Kakao-KleinbäuerInnen in der Elfenbeinküste. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/52482 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/TransFair e.V./TransFair e.V. / Nabil Zorkot"

Köln (ots) - Fairtrade-Kakao Produzenten aus der Elfenbeinküste auf der ISM

Mehr Wertschöpfung und Wertschätzung in die Anbauländer

Februar: Mehr Fairtrade-Kakao in die Süßwaren-Wertschöpfungskette! Das forderten TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath und Bamba Mamadou, Direktor der Kooperativen-Union Ecookim aus der Elfenbeinküste im Rahmen der Internationalen Süßwarenmesse in Köln. "Das Fairtrade-Rohstoffprogramm ist gut angelaufen, jetzt müssen die Ankündigungen der Industrie, auf nachhaltigen Kakao zu setzen, noch stärker sichtbar werden", sagte Overath. "Kooperativen wie Ecookim zeigen, wie viel Potenzial in kleinbäuerlicher Landwirtschaft steckt. Ihr Engagement muss entsprechend entlohnt und gefördert werden." Es gibt positive Signale aus Handel und Industrie: Lidl, Kaufland und Rewe haben mit der Umstellung kakaohaltiger Eigenmarken auf Fairtrade-Kakao begonnen und die Confiserie Riegelein startete mit einem breiten Sortiment in die Weihnachts- und Oster-saison, Mars wird die Kakaomenge für Twix umstellen. Dieses neue Engagement und die Verkäufe über das klassische Produktsiegel steigerten den Einsatz von fair gehandeltem Kakao 2014 um das Sechsfache auf gut 6.000 Tonnen. Süßwarenhersteller Ferrero ist wichtigster Fairtrade-Kakao-Abnehmer bei Ecookim.

Ecookim - Produktivität erhöhen und Wertschöpfung ausbauen

Ecookim ist ein Zusammenschluss von 23 Kooperativen mit insgesamt rund 12.000 Kleinbauern, die in ländlichen Kakao-Regionen in der Elfenbeinküste angesiedelt sind. Für ihre Absätze unter Fairtrade-Bedingungen erhält Ecookim eine Prämie, die zusätzlich zum Verkaufspreis für ihren Kakao gezahlt wird. "Die Mitglieder von Ecookim waren sich einig darüber, die Prämie in die Verbesserung von Produktivität und Qualität zu investieren", berichtete der Direktor von Ecookim, Bamba Mamadou - ein Beispiel dafür, dass die Fairtrade-Prämie eine gut zugängliche Kapitalquelle für Investitionen in wichtige Kernbereiche ist. Höhere Umsätze, mehr Realisierungschancen von Projekten - das erwarten die Bauern vom Fairen Handel. Partnerschaften auf Augenhöhe seien hier gefragt, sagte Anne Marie Yao, Fairtrade Beraterin in der Elfenbeinküste: "Eine unserer größten Herausforderungen ist es, Käufer zu finden, die bereit sind, die Kleinbauern langfristig zu unterstützen." Genau in diese Richtung entwickelt sich die Zusammenarbeit von Ecookim und Ferrero. "Dem Ziel, unsere Fairtrade-Absätze zu steigern, rücken wir durch das Kakaoprogramm einen Schritt näher", erklärte Bamba Mamadou. "Dazu trägt insbesondere Ferrero als zuverlässiger Fairtrade-Kakao-Abnehmer bei". Ferrero nimmt am Fairtrade-Kakaoprogramm teil und ist darin größter Einzelabnehmer. Statt ein spezifisches Endprodukt mit dem Fairtrade-Siegel zu zertifizieren, liegt der Schwerpunkt dieses Programms auf dem Rohstoffeinkauf und öffnet so jenseits der Produktzertifizierung eine weitere Handelsoption für Produzentenorganisationen. Auch der Beratungsservice für die Bauern wird weiter ausgebaut.

Der Trend fairer Süßwaren 2014

Durch das Rohstoff-Programm stieg der Einsatz von fairem Kakao von rund 1.000 Tonnen 2013 auf gut 6.000 Tonnen 2014. Über 300 Produkte wurden im ersten Jahr unter dem Kakao-Programm eingeführt. Neben dem Kakao, der durch die Rohstoffprogramme eingesetzt wurde, entwickelt sich der Absatz von Fairtrade-zertifizierten Süßwaren ersten Hochrechnungen zufolge positiv: Gut 1.100 Tonnen Schokolade mit dem Siegel wurden 2014 verkauft, ein Plus von zehn Prozent. Bei Trinkschokoladen/Kakao waren es knapp 395 Tonnen, ein Plus von sechs Prozent. Süßigkeiten und Gebäck blieben mit 1.390 Tonnen stabil. Fairtrade-Eiscreme legte um 18 Prozent auf 4.800 Tonnen zu. Der Absatz von fair gehandeltem Zucker stieg um 19 Prozent auf 3.100 Tonnen. Honig machte 2014 einen großen Sprung: 860 Tonnen wurden verkauft - ein Plus von 211 Prozent! Besuchen Sie uns auf der ISM in Köln: Fairtrade-Stand: Halle 3.2 / C011 E010

Hintergrund:

Der Verein TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern zu unterstützen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte und fördert das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 42.000 Geschäften. Über 20.000 gastronomische Betriebe schenken Fairtrade-Kaffee und -Kakao aus. www.fairtrade-deutschland.de

TransFair gehört zum internationalen Verbund Fairtrade International e.V., in dem Initiativen aus 25 Ländern und die drei kontinentalen Produzentennetzwerke zusammengeschlossen sind. www.fairtrade.net Alle beteiligten Akteure werden regelmäßig von FLO-CERT GmbH kontrolliert. Die Gesellschaft arbeitet mit einem unabhängigen und weltweit konsistenten Zertifizierungssystem nach den Anforderungen der Akkreditierungsnorm ISO 65 (DIN EN 45011). www.flo-cert.net Fairtrade-Programme für Kakao, Zucker und Baumwolle Die Fairtrade-Programme für Kakao, Zucker und Baumwolle sind eine Handelsoption zusätzlich zur klassischen Produktzertifizierung mit dem Fairtrade-Siegel und haben das Ziel, weitere Absatzchancen für Produzentenorganisationen zu öffnen: Statt ein spezifisches Endprodukt mit dem Fairtrade-Siegel zu zertifizieren, liegt der Schwerpunkt auf der Rohstoffbeschaffung. Die Mit den Fairtrade-Programmen können Unternehmen, umfangreiche Abnahmeverpflichtungen für einen oder mehrere Rohstoffe eingehen, die sie dann innerhalb ihres Sortiments oder unternehmensweit verwenden. Für die Programme wurde eine separate Kennzeichnung entwickelt, das Fairtrade-Programm-Siegel. Es gibt Verbrauchern Auskunft darüber, dass sich ein Unternehmen an den Fairtrade-Programmen beteiligt. Die Fairtrade-Standards für die Produzenten bleiben unverändert. Die zusätzlichen Möglichkeiten der Zusammenarbeit ermöglichen höhere Absätze für Fairtrade-Kleinbauern und eine stärkere Wirkung von Fairtrade.

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