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ots.Audio: Fairtrade Awards: Fair ist Trend

Berlin (ots) - Anmod (Vorschlag):

Auch bei Lebensmitteln gibt es Trends. Fairtrade ist ein solcher Trend. Fairtrade oder fairer Handel bedeutet, wir zahlen etwas mehr für den Kaffee, die Schokolade oder die Baumwollhose, damit den Herstellern auf den Farmen und in den Fabriken faire Löhne gezahlt werden können. Helfen durch kaufen erfreut sich sehr großer Beliebtheit, vor allem weil diese Hilfe nachweislich ankommt. Sieben Millionen Menschen weltweit profitieren heute schon vom fairen Handel. Und seit kurzer Zeit gibt es für Leute, die auf diesem Gebiet tätig sind auch einen Preis. Philipp Blanke berichtet...

Beitrag:

Jeder hat ihr Logo schon einmal im Supermarkt auf einem Saftkarton, einer Packung Kaffee oder auf einer Tafel Schokolade gesehen: ein schwarzes Piktogramm-Männchen mit mit erhobenem Arm vor einem blau-grünen Hintergrund. Das ist das offizielle Fairtrade-Logo. Vergeben wird es von Transfair e. V., einer unabhängigen Organisation, die nicht selber mit waren handelt. Mehr als 1000 Fairtrade-Produkte kann man derzeit in Deutschland kaufen: Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Bananen, Wein, Sportbälle, Gewürze, Reis, Blumen, Textilien. Die Liste scheint endlos. In 30.000 Supermärkten bundesweit und in den Lebensmittelabteilungen fast aller Warenhäuser kann man die Produkte mit dem Fairtrade-Siegel finden. Außerdem werden diese inzwischen auch in 15.000 Kantinen, Mensen, Restaurants und Hotels verwendet. Der Trend ist nicht mehr aufzuhalten. Damit wo fair draufsteht aber auch wirklich fair drin ist, werden mit dr Kontrolle der Produkte unabhängige Organisationen beauftragt. Und weil Fairtrade sich einer so großen Beliebtheit erfreut, dachten sich die Leiter von Transfair e. V., es bräuchte mehr um dieses nachhaltige Konsumbewegung bekannt zu machen und weiter zu entwickeln. Daher wird mittlerweile im zweiten Jahr der Fairtrade-Award vergeben. Den braucht es, meint Transfair-Chef Diether Overath:

O-Ton 1:

Der Fairtrade-Award soll Firmen, Menschen, und Organisationen ehren, die sich vorbildlich für Fairtrade einsetzen und es soll zum Nachahmen anregen. Wir wollen Fairtrade auch mehr in die Aufmerksamkeit rücken.

Dabei soll auch eine großangelegte Werbekampagne helfen an der viele Prominente mitwirken, darunter Fußballtrainer Jürgen Klopp, Star-Trompeter Till Brönner sowie die Schauspieler Hannes Jaehnicke, Cosma-Shiva Hagen, Daniel Brühl, Joachim Krol und Karoline Herfurth, die die Verleihung der Fairtrade-Awards höchstpersönlich moderierte und sich schon seit Längerem für fairen Handel einsetzt.

O-Ton 2:

Ich kenne Fairtrade seit Jahren. Ich dachte früher immer, wenn man sich modisch kleiden will, müsste man auf Fairtrade verzichten. Aber dann habe ich festgestellt, wie viele tolle Designer modische Klamotten anbieten, die Fairtrade sind. Und es ist mir ein großes Anliegen, das in die weite Welt hinaus zu tragen und ich hoffe, das ist mir heute auch gelungen.

Fast alle großen Ketten haben mittlerweile Fairtrade-Produkte in ihrem Sortiment und sind sehr erfolgreich damit. 322 Millionen Euro Umsatz an Fairtrade-Produkten war im Jahr 2009 zu verzeichnen und Transfair-Chef Diether Overath ist zuversichtlich, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzten wird.

O-Ton 3:

Ich bin sehr optimistisch, dass wir den Erfolg, den es in den europäischen Nachbarländern gibt,in England, der Schweiz, Österreich, Skandinavien, auch hier in Deutschland fortsetzten können. Wir sind leider das Land mit den billigsten Lebensmitteln. Die Menschen sparen sehr viel. Deshalb sind ja die Discounter so stark geworden, aber mittlerweile sind Fairtrade-Produkte auch in den Discountern angekommen. Daher sind wir optimistisch, dass das Wachstum der letzten Jahre auch entsprechend fortgesetzt wird.

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Pressekontakt:

Claudia Brück
+49-221 942040 31
c.brueck@transfair.org